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Ausstellung in Jüchen erinnert an Sylvia Kahler

Fotos mit Architektur und Landschaften : Jüchener Ausstellung erinnert an Sylvia Kahler

Werke der vor einem Jahr verstorbenen Jüchener Fotokünstlerin sind bis zum 28. November bei drei Veranstaltungen im Haus Katz an der Alleestraße zu sehen. Was die Besucher erwartet.

Fotos von Sylvia Kahler sind jetzt im Haus Katz zu sehen. Am ersten Todestag der Künstlerin wurde die Ausstellung, in die der Grevenbroicher Ausstellungsmacher Roland Brozio einführte, eröffnet. In der Vergangenheit hatte sie im Haus Katz oft mit Anne Behrens und Willy Hengstermann, die beide seit einigen Jahren tot sind, ausgestellt.

Die in Jüchen lebende Fotokünstlerin war eine fröhliche Frau, die ihr Leben bis zuletzt liebte. 1957 in Essen geboren, studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Neuss und an der Universität Düsseldorf. Ihr Studium schloss sie mit dem zweiten Staatsexamen ab, aber sie trat nie in den Schuldienst ein. Als Fotokünstlerin fand sie ihre Motive auf Reisen in viele Länder. Fündig wurde sie aber immer wieder auch gleich um die Ecke in Düsseldorf

Kühne Architektur der Landeshauptstadt ist auch auf der Einladungskarte für die Retrospektive zu sehen. Sylvia Kahler mochte diese blau-weißen Kontraste aus Himmel und Gebäuden, sie liebte die „cleane“ Architektur ohne alles, was nur ablenken würde. „Ich fange mit meinen Fotos Stimmungen ein, wobei das Licht eine entscheidende Rolle spielt“, hatte sie mal bei einer Ausstellungseröffnung in Grevenbroich erklärt. Manchmal war Blau-Weiß dann doch nicht genug – dann schwelgte die Künstlerin in Farben, wie die Fotos mit bunten Häusern aus Südafrika beweisen. Als sie von der analogen zur digitalen Fotografie wechselte, pflegte sie ihre Fotos zumeist gründlich mit Photoshop zu überarbeiten.

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Besonders beeindruckend ist ihr Foto vom futuristischen Bahnhof in Reggio nell’Emilia, das nicht verrät, ob es sich überhaupt um ein Gebäude handelt oder um eine moderne Skulptur. In der Ausstellung werden auch einige Landschaftsfotos gezeigt, ebenso einige alte Arbeiten – Bilder, die aus neun mal 13 Zentimeter großen Abzügen ein und desselben Bildes bestehen – aus der Distanz nimmt der Betrachter eine nicht näher zu entziffernde Ornamentik wahr.

Die Fotos von Sylvia Kahler sind noch im Rahmen von drei Veranstaltungen im Haus Katz zu sehen. Bei einer Matinee am Sonntag, 31. Oktober, ab 12 Uhr lesen Jessika Kuehn-Velten und Heiner Labonde aus „Neue Nordische Novellen“. Am Mittwoch, 10. November, ist ab 19 Uhr ein Abendkonzert mit „Gute-Laune-Musik“ von Andreas Illgner (Geige) und Jerzy Sobis (Kontrabass) zu hören. Finissage ist am Sonntag, 28. November ab 12 Uhr. Anmeldung zu den Terminen ist erwünscht (02181 3882 oder per Mail an roland.brozio@freenet.de). Etwaige Verkaufserlöse kommen der Stiftung Deutschen Krebshilfe zugute.