Aldenhoven feiert Schützenfest

Schützenfest : Ein Kaiser regiert in Aldenhoven

Aldenhovener feiern Schützenfest mit ihrem Regentenpaar Anton und Silke Böhmer.

Aller guten Dinge sind drei: In diesem Sinne wurde am Samstagabend in Aldenhoven mit Anton Böhmer ein Kaiser gekrönt. Mit Ehefrau Silke repräsentiert er nach 1994/95 und 2002/2003 zum dritten Mal die Aldenhovener Schützenbruderschaft. Dominik Wolin hatte als scheidender König zuvor eine Dankesrede gehalten, in der er die Königszeit mit einer Reise verglich – einer sehr ereignisreichen Reise, zu der auch die Geburt von Tochter Tabea gehörte. Der 38-Jährige dankte seiner Angela: Sie hatte nicht überredet werden müssen, sondern war die treibende Kraft, dass er die Königswürde errang. Der Jägerzug „Frohe Runde“ wechselte nahtlos vom Königs- zum Kaiserzug.

Am Samstag um 12 Uhr wurden bei Oberst Franz-Werner Clahsen zwölf Böllerschüsse abgegeben – ein unüberhörbares Zeichen, dass das Fest begonnen hat. Abends im Zelt trat Joachim Schröder zum ersten Mal bei einem Schützenfest als Präsident auf. Schröder, der auch Vorsitzender der Heimatfreunde Glehn ist, war bei Kaiser Anton Böhmer Königsadjutant – seitdem besteht die Beziehung zur Bruderschaft in Aldenhoven. Dass seine Begrüßung fast 15 Minuten dauerte, macht deutlich, dass das Zelt gut besucht war – und das, obwohl viele Besucher es vorzogen, unter freiem Himmel ihr Bier zu trinken. Jungschützenmeister Marc Becker konnte mit Maximilian Mentzl einen Edelknabenkönig, mit Benedikt Fuhrmann einen Schülerprinz und mit Thomas Seeger einen Jungschützenprinz präsentieren – ein Zeichen, dass der Schützen-Nachwuchs bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Am Sonntag bekamen zwei verdiente Schützen das Sebastianusehrenkreuz verliehen, nämlich Adrian Kessel und Dominik Wolin. Der Jägerzug „Alles für de Freud“ feierte sein 50-jähriges Bestehen. Das Besondere daran: Geschäftsführer Hans-Josef Görgemanns, der vor genau zehn Jahren Kaiser von Aldenhoven war, ehrte den Zugführer des Jubiläumszuges – Friedhelm Kessel (68) ist seit der Gründung dieses Zuges ununterbrochen Zugführer. Am Nachmittag wurde das Programm leicht geändert – natürlich wollten auch viele Schützen das WM-Endspiel sehen.

(barni)