50 Feuerwehrleute bei Dachstuhl-Brand in Jüchen

Einsatz in Jüchen : 50 Feuerwehrleute löschen brennenden Dachstuhl

Zu einem Dachstuhlbrand an der Weyerstraße rückte die Feuerwehr Jüchen aus. Eine Herausforderung für die Einsatzkräfte waren die hohen Temperaturen auch in der Nacht. Anwohner versorgten sie mit Wasser und Eis.

Bis weit in die Nacht des Donnerstags war die Freiwillige Feuerwehr an der Weyerstraße in Jüchen im Einsatz. Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses war nicht mehr zu retten. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner, ein 83 und 84 Jahre altes Ehepaar, hatten nach Auskunft der Polizei das Feuer rechtzeitig bemerkt und sich  ins Freie retten können. Die Polizei ermittelt zur Brandursache, sie vermutet derzeit einen technischen Defekt an einem elektrischen Gerät.

Am späten Mittwochabend hatten die Bewohner, wie Feuerwehrchef Hans-Dieter Abels erklärt, einen Knall gehört. „Sie sahen daraufhin aus dem Fenster und stellten Rauch am Dach fest“, berichtet der Leiter der Wehr.

Da gegen 22.45 Uhr mehrere Notrufe aus Jüchen in der Einsatzleitstelle eingingen, „haben wir noch während der Anfahrt die Alarmstufe erhöht“, sagt Abels.  Stadtalarm wurde gegeben. Neben den Löschzügen Jüchen und  Hochneukirch rückten die Löschgruppen Kelzenberg und Waat zur Weyerstraße aus, auch der Kreisbrandmeister sowie ein Rettungswagen zum Eigenschutz der Kräfte waren vor Ort. Der Löschzug Gierath besetzte mit rund 20 Feuerwehrleuten die Wache in Jüchen.

Schon bald stand der Dachstuhl des Wohnhauses in Vollbrand. Ein Trupp ging im Inneren durch das Treppenhaus vor. Da die Luken-Treppe zum Dachbden bereits weggebrant war, mussten die Einsatzkräfte im Gebäude eine Leiter einsetzen. Auch von der Drehleiter aus wurde das Feuer bekämpft. „Von der Straße aus führte eine enge Zufahrt zum Einfamilienhaus. Wir mussten mit der Drehleiter rückwärts zur Einsatzstelle rangieren“, erläutert Heinz-Dieter Abels.

Mit weiteren Strahlrohren wurde verhindert, dass die Flammen auf benachbarte Gebäude übergriffen. Die Straße musste während des Einsatzes gesperrt werden.

Zwar war die ganz große Hitze des Tages mit rund 39 Grad Celsius vorbei, doch auch in der Nacht war es ungewöhnlich warm. Der Einsatz am heißem Feuer war deshalb personalintensiv. „Wir haben die unter Atemschutz im Innenangriff vorgehenden Trupps alle 20 Minuten ausgetauscht“, erläutert Heinz-Dieter Abels. Die Schutzausrüstung und das Atemschutzgerät auf dem Rücken bringen insgesamt rund 30 Kilogramm auf die Waage – eine Schweißtreibende Arbeit. Ein großes Lob hat Abels für die Nachbarn an der Weyerstraße. Sie hatten die Feuerwehrleute mit reichlich Mineralwasser und sogar mit Eis versorgt.

Nach der Brandbekämpfung wurde die Einsatzstelle mit der Wärmebildkamera auf Glutnester untersucht, gegen zwei Uhr morgens konnten die Feuerwehreinheiten abrücken. Wegen der Rauchgase war das Haus nach dem Brand nicht bewohnbar. Die Bewohner kamen laut Polizei bei Angehörigen unter.  „Den Wasserschaden könnten wir gering halten“, betont Heinz-Dieter Abels, die Wehr habe möglichst wenig Löschwasser verwendet. „Der Einsatz ist top gelaufen“, zieht der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Jüchen Bilanz.

Am Donnerstag Morgen stand bei der Nachbereitung des nächtlichen Einsatzes reichlich Arbeit an. Schläuche mussten gereinigt, viele Atemschutzgeräte wieder befüllt werden.

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