30 neue Wohneinheiten werden jetzt in Jüchen-Hochneukirch gebaut

Wohnen in Hochneukirch : Baustart an der Peter-Busch-Straße

30 neue Wohneinheiten werden jetzt in Jüchen-Hochneukirch gebaut. Die Stadt ist damit Vorreiter für die Landesinitiative Bauland an der Schiene.

Den Baustart gibt es jetzt für das geplante neue Wohngebiet an der Peter-Busch-Straße in Hochneukirch. Gegen den Widerstand der FWG und von Naturschützern wird dafür das Wäldchen an den Bahngleisen abgeholzt. In den Fachausschüssen und im Stadtrat hatte sich die Mehrheit mit der Argumentation durchgesetzt, dass die Schaffung von Wohnraum in zentraler Ortslage die absolute Priorität haben müsse. Zudem war bis auf FWG und Naturschützer das Gros der Auffassung, es handele sich bei dem Wäldchen nicht um schützenswertes Grünland. Während die FWG mit einer schützenswerten Artenvielfalt an Flora und Fauna argumentierte, betrachtete die Mehrheit das Areal nur als ein minderwertiges Gestrüpp.

Allerdings sollen die großen, alten Kastanien, so sie denn nicht von einer Baumkrankheit befallen sind, an der Peter-Busch-Straße stehen bleiben. Und inmitten der Wohnanlage soll eine neue Grünfläche mit Aufenthaltsqualität für die Bewohner entstehen. Gebaut werden 30 Wohneinheiten, wofür der Investor der Stadt Jüchen seinen Plan mit jeweils zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss vorgelegt hat. Die Gestaltung wird sich laut Stadtsprecher Norbert Wolf gut in das Umfeld einfügen.

Aktuell wird das Grundstück erschlossen. Dazu wurde bereits Anfang Oktober ein alter Schuppen auf dem ehemaligen Bahngelände entfernt. In diesen Tagen ist begonnen worden, das Wäldchen abzuholzen, um Platz zu schaffen für das Baufeld, die Erschließungsstraßen und -leitungen und für eine begrünte Lärmschutzwand. Die Rodungsarbeiten sollen voraussichtlich am 31. Oktober abgeschlossen sein, teilt die Stadt mit.

Bürgermeister Harald Zillikens sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof in Hochneukirch neuen Wohnraum insbesondere für junge Familien schaffen können. Die unmittelbare Lage zum Bahnhaltepunkt macht das Wohngebiet gerade für Pendler in die Metropole Köln, aber auch in die Großstädte Mönchengladbach und Düsseldorf, sehr interessant.“ Die Stadt Jüchen sei damit Vorreiter für die Landesinitiative Bauland an der Schiene, mit der das Land Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Bahnentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen mehr Flächen in nahverkehrs-freundlichen Lagen für eine Wohnraumnutzung verfügbar machen wolle, informiert Zillikens. Die Bauanträge für die 30 neuen Wohneinheiten seien bei der Stadt Jüchen bereits eingegangen und würden von der seit dem 1. Januar stadteigenen Bauaufsicht jetzt geprüft, sichert der Bürgermeister zu.

Bereits im Dezember 2017 hatte der Rat der damaligen Gemeinde Jüchen das Bebauungsplanverfahren eingeleitet, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung des neuen Wohngebietes zu schaffen. Nach umfangreichen Prüfungen und Beteiligungen der Öffentlichkeit und Behörden konnte der Satzungsbeschluss im März diesen Jahres gefasst werden.

Das Grundstück an der Peter-Busch-Straße ist, wie berichtet, von der Dornieden-Baugruppe aus Mönchengladbach erworben worden. Zu dieser Gruppe gehört auch die Vista Reihenhaus GmbH, die das 13.700 Quadratmeter große Grundstück mit Reihenhäusern und Doppelhaushälften bebauen will. Die Übergaben der Häuser für sind für das nächste Jahr geplant.

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