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Jüchen: 200 Schüler schnuppern in die Berufswelt

Jüchen : 200 Schüler schnuppern in die Berufswelt

Wenn das Abitur in greifbare Nähe rückt, gilt es, die Weichen für das Berufsleben zu stellen. Welche Chancen und Möglichkeiten sich in einem Industrie- und Technologieunternehmen bieten, zeigte die 3M Deutschland GmbH am Donnerstag bei der Berufsinformationsbörse "Perspectives '11" im Gymnasium Jüchen.

Fast 200 Oberstufenschüler aus vier Gymnasien folgten der Einladung. "Die Berufsorientierung hat schon lange einen hohen Stellenwert bei uns. Ganz eng arbeiten wir mit Universitäten und Firmen zusammen", erklärte der Leiter des Gymnasiums Jüchen, Gerd Acker.

Seit elf Jahren kooperiert 3M mit dem Gymnasium Jüchen. Ziel der Bildungsinitiative "Unternehmen Schule" ist es, Schüler im Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu fördern. "Wir drängen niemanden in eine bestimmte Fachrichtung. Wer zum Beispiel plant, Kunst zu studieren, der durfte heute an die Düsseldorfer Universität fahren, um dort eine Vorlesung zu verfolgen", sagte Dr. Beate Bröking, Koordinatorin für Berufsorientierung an der Schule.

Das Programm des Berufsorientierungstages beinhaltete Impulsreferate, Workshops mit Studenten und Dozenten aus sieben Hochschulinstituten und den Besuch bei Infoständen. Ute Alfes, die Ausbildungsverantwortliche bei 3M, weiß, dass es nicht immer die direkten Wege sind, die zum Ziel führen. "Ich bin da ein gutes Beispiel", erzählte Alfes. "Begonnen habe ich als Sozialarbeiterin und bin dann über viele Wege schließlich zu 3M gekommen. Wichtig ist, dass jeder Einzelne sich die Fragen stellt: Worauf habe ich Lust? Wo liegen meine Stärken?"

Die Schüler begrüßten die Veranstaltung. "Die Informationen zu den Fächern Chemie- und Biotechnologie fand ich sehr interessant", verriet die 17-jährige Laura Jacobi. "Ich würde mich nach der Schule gerne mit Biologie beschäftigen." Lena Norrman (16) plant, Medizin zu studieren. "Die Veranstaltung fand ich sehr informativ." Ebenso sah es Benjamin Hanussek (15). "Man hat ja nicht oft die Chance, mit Studenten zu sprechen." Sein Freund Maximilian van Amerongen sieht seine Zukunft im Ingenieursbereich. "Es war gut, mal einen Einblick in den Beruf zu bekommen", befand der Schüler. Markus Meyer-Gehlen (16) interessieren eher die Medien. "Ich habe schon Praktika beim Rundfunk und Fernsehen gemacht. Auf jeden Fall würde ich gerne studieren."

(fae)