10 Jahre Bürgerstiftung in Jüchen

10 Jahre Bürgerstiftung: Die Bürgerstiftung ist für ganz Jüchen da

Der Vorstand ist optimistisch, dass die Stadt Jüchen auch einen Impuls für ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl mit sich bringen wird. Der zehnte Stiftungsgeburtstag wird am 25. Oktober mit 70 geladenen Gästen gefeiert.

Die Bürgerstiftung Jüchen ist seit zehn Jahren aktiv „für ganz Jüchen“, wie der Vorstand betont und zugleich zugibt: „Es ist noch bei weitem nicht bei allen Jüchenern angekommen, dass wir für die ganze Gemeinde da sind“, beklagt Vorsitzender Joachim Drossert. Während er seit März 2018 als Vorsitzender in der Bürgerstiftung tätig ist, hat Bernd Käsmacher als früherer Vorsitzender der Stiftung und nun als Chef des Stiftungsrates die ersten Stunden miterlebt. Auch er bestätigt, dass sich in Hochneukirch, in Aldenhoven, in Bedburdyck oder in welchem der 29 zu Jüchen gehörenden Honschaften auch immer die Bürgerstiftung noch nicht ausreichend herumgesprochen hat. Doch Käsmacher und mit ihm der aktuelle Vorstand mit einer Dame und vier Herren sind optimistisch, dass sich dies ändern wird, wenn Jüchen ab dem nächsten Jahr zur Stadt wird.

Um sich noch bekannter zu machen, hat die Bürgerstiftung auch einen Empfang zu ihrem zehnten Geburtstag vorbereitet: Der wird am 25. Oktober, ab 18 Uhr, in Haus Katz, gefeiert. Etwa 70 geladene Gäste aus Vereinen und Schulen haben laut Drossert schon ihr Kommen zugesagt. Neben Musik, Reden, Buffet und Gesprächen soll es auch eine Tombola zugunsten der Bürgerstiftung geben mit attraktiven, gespendeten Preisen, wie etwa einer Übernachtung im neuen Hotel von Schloss Dyck. Und der Erlös aus dem Losverkauf zum Stückpreis von fünf Euro soll wieder für neue Projekte der Bürgerstiftung verwendet werden.

Als die Bürgerstiftung am 18. Dezember 2008 gegründet wurde, startete sie mit einem Stiftungskapital von 53.700 Euro. Heute sind es 87.000 Euro. Das Stiftungskapital sollte ursprünglich durch Zinsen anwachsen, was allerdings inzwischen bei den Niedrigzinsen für die Stiftung keine Option mehr sei, wie Käsmacher berichtet, der als Stiftungsrat auch die finanzielle Kontrollfunktion wahrnimmt. Nun werde durch risikofreie Anleihen versucht, das Stiftungskapital zu mehren.

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Für ihre vielzähligen Projekte, Aktionen, Anschubförderungen jedes Jahr in Jüchen tastet der Vorstand das Stiftungskapital aber nicht an. Ausgegeben wird immer nur der Betrag, der auch durch Spenden hereingekommt. So waren im vergangenen Jahr 7822 Euro hereingekommen, wovon 6157 Euro ausgegeben worden sind. Seit 2013 sind bis Ende 2017 insgesamt 28.699 Euro für gemeinnützige Förderzwecke ausgegeben worden.

Alleine in diesem Jahr stehen und standen 13 Förderungen auf dem Programm, wobei die Weihnachtswunschbaum-Aktion wieder zu den Schwerpunkten gehören wird. Denn Andrea Waßenberg vom Vorstand jetzt bereits wieder mehr bedürftige Kinder als noch im Vorjahr als Empfänger gemeldet bekommen. Sie rechnet damit, dass diesmal 150 Kinder beschenkt werden, wobei die Bürger Geschenke oder Geld spenden sollen, damit dies überhaupt möglich wird. Da aber auch die Grundschule Jüchen, das Gymnasium und die Gesamtschule eifrig Spenden sammeln, ist sie optimistisch, dass es wieder klappt.

Ein weiteres Standbein der Stiftung ist der Bürgerpreis, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Zukunft braucht Zusammenhalt“. Er wird diesmal an den Weihnachtsbaumverein Hochneukirch gehen, der seit elf Jahren den Adenauerplatz weihnachtlich schmückt und etwa 300 Kinder zu Nikolaus beschenkt. Für den U-21-Preis habe sich diesmal aber kein geeigneter Kandidat gefunden, bedauert der Vorstand, der allerdings das Internationale Gitarrenfestival in Jüchen wieder finanziell unterstützen wird, bei dem schließlich auch viele noch sehr junge Virtuosen erwartet werden.

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