Hünxe: Ärger über geparkte Fahrzeuge am See

Hünxe: Ärger über geparkte Fahrzeuge am See

Angelsportverein Hünxe veranstaltete am vergangenen Sonntag sein traditionelles Anangeln im Vereinsgewässer an den Tenderingsseen. Verein spricht von "Ausnahmesituation": Wege befahren und dort auch Pkw abgestellt.

Im Nachhinein hatte Kai Matschnigg bereits die Ahnung, dass es noch Ärger geben könnte. Am vergangenen Sonntag stand beim Angelsportverein (ASV) Hünxe, dessen Sportwart Kai Matschnigg ist, das Anangeln im Vereinsgewässer der Tenderingsseen statt. Das ist eine besondere Veranstaltung für den Verein und dessen Mitglieder.

Allerdings führte der starke Teilnehmerandrang dazu, dass etliche Angler ihre Autos auf dem Weg parkten, der um den Angelsee führt. Über die dort angestellten Fahrzeuge ärgerte sich so mancher Spaziergänger, denn ein Pkw war beispielsweise ebenso wie ein Motorroller im Ufergebüsch in unmittelbarer Nähe eines Angelplatzes abgstellt worden .

Der Angelsportverein Hünxe veranstaltete sein Anangeln in seinem Gewässer an den Tenderingsseen. Foto: Hsd

Das Parken ist dort allerdings untersagt und nur in Ausnahmefällen zulässig. Bereits am vergangenen Montag ist beim Regionalverband Ruhr (RVR), dem das Gelände der Tenderingsseen gehört, eine Beschwerde eingegangen, wie RVR-Sprecherin Barbara Klask sagte. Kai Matschnigg berichtete von einer Streitigkeit, die es am Veranstaltungstag mit einer Hundebesitzerin gegeben habe.

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Zum Anangeln, das bereits früh morgens begann, waren nach Aussage des ASV-Sportwarts so viele Teilnehmer mit Pkw erschienen, dass die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichten. Dass Stellplätze knapp waren, führte er auch darauf zurück, dass sich noch etliche Nachtangler am See aufhielten, die erst nach Beginn des Anangelns vom Parkplatz weggefahren seien.

Im Vorstand sei die Situation diskutiert und beschlossen worden, dass entlang des Sees geparkt werden dürfe. "Das war wirklich eine Ausnahmesituation und wird nicht wieder vorkommen", erklärte Matschnigg. Ursprünglich sei angedacht gewesen, für die Fahrzeuge Ausnahmegenehmigungen auszustellen, was nicht umgesetzt werden konnte. Solche Ausnahmegenehmigungen haben einige Angler, die schwerbehindert sind. Die Fahrer seien dazu angehalten worden, Schritttempo zu fahren und ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass durch sie niemand behindert werde, erklärte Matschnigg.

Er sagte, dass normalerweise nur zur Gewässerkontrolle und Entsorgung von Müll das Gelände am Angelsee befahren wird, die Situation am vergangenen Sonntag sei eine Ausnahme gewesen. Die Gemeinde Hünxe, so erklärte Bürgermeister Dirk Buschmann, will die Situation und wie künftig verfahren werden könnte, mit dem Regionalverband Ruhr besprechen. Der RVR seinerseits will in dieser Sache Kontakt zum Angelsportverein aufnahmen.

(hsd)
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