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Hückeswagen: Zwischen Musik und Medizin

Hückeswagen : Zwischen Musik und Medizin

Katharina-Antonia Lambeck zählt zu den 50 Besten der Welt. Im Klavierspiel. Dennoch entschied sich die 19-Jährige gegen eine Laufbahn als Profi-Musikerin. Sie studiert Medizin. Und ebenfalls erfolgreich: als doppelte Stipendiatin.

Medizin oder Musik? Das war lange die große Frage. Jedenfalls für Katharina-Antonia Lambeck. Denn schon während ihrer Schulzeit schwankte die junge Hückeswagenerin vom Dierl zwischen diesen beiden auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen, zukunftsträchtigen „M’s“. Letztlich fiel ihre Wahl auf das naturwissenschaftliche „M“. „Für eine Karriere als Konzertpianistin hätte ich nach der Zehnten abgehen müssen“, sagt die 19-Jährige, die als Musikerin schon viele Preise in In- und Ausland eingesammelt hat und seit einem internationalen Wettbewerb 2005 sogar weltweit zu den 50 Besten ihres Faches zählt.

Doch das Spiel auf den Tasten war nicht das einzige, was die ehemalige Schülerin des St. Angela-Gymnasiums mit Begabung und Hingabe absolvierte. Auch das Schulbank drücken fiel ihr leicht. Im vorigen Jahr bestand Katharina-Antonia Lambeck ihr Abitur mit einer glatten 1,0. Für die Abiturientin ein Türöffner: Seit Oktober studiert die 19-Jährige Medizin in Hannover. Der Numerus Clausus von 1,1 war also kein Problem.

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Aber damit nicht genug: Seit kurzem ist die Hückeswagenerin auch Stipendiatin. Und zwar gleich doppelt. Finanzielle Unterstützung bekommt sie fortan von der Konrad-Adenauer-Stiftung; „ideelle Hilfe“, wie sie es selbst nennt, steuert die Studienstiftung des deutschen Volkes bei. Dafür vorgeschlagen hatte sie ihr ehemaliger Lehrer Walter Krämer vom St. Angela-Gymnasium in Wipperfürth.

„Für die Studienstiftung kann jede Schule einen Schüler ins Rennen bringen“, erklärt Krämer. „Wegen ihres breiten Spektrums, aber auch wegen ihrer persönlichen Entwicklung und sozialen Kompetenz haben wir uns für Katharina-Antonia entschieden.“ Wie sich jetzt zeigte eine gute Entscheidung. Stolz über die frisch gebackene Stipendiatin ist aber nicht nur der Schulleiter. Auch Bürgermeister Uwe Ufer freut sich über die erfolgreiche junge Hückeswagenerin: „Für die Stadt ist es eine große Ehre, so eine talentierte und erfolgreiche Bürgerin zu haben.“

Über den Jahreswechsel gönnt sich die Studentin eine kleine Auszeit in der heimischen Schloss-Stadt und lässt sich von Mutter Heidi verwöhnen. Aber neue Ziele stehen auch schon auf dem Programm: „Mein Stipendium ermöglicht mir ein Praktikum in Boston, in einer bekannten Kinderklinik“, so die Medizinstudentin. Auch freue sie sich schon auf die Sommercamps: „Dort haben wir Veranstaltungen mit Nobelpreisträgern und anderen Koryphäen aus den verschiedenen Fachbereichen.“

Für Chirurgie interessiert sich die 19-Jährige besonders. „Als Chirurg muss man mit den Händen arbeiten, muss ein Handwerk erlernen. Wie beim Klavier spielen auch.“ So unterschiedlich sind sie also gar nicht: ihre beiden „M’s“.

(RP)