Hückeswagen: Zurück zum inneren Frieden

Hückeswagen: Zurück zum inneren Frieden

Der Erfolg der Bürgerinitiative überrascht nicht wirklich. Schon das Bürgerbegehren im Januar hatte sie schnell und zügig durchgezogen und in nur der Hälfte der Zeit mehr als die notwendigen Unterschriften zusammenbekommen. Das Thema "Schul-Tausch" hat vielen Hückeswagenern offenbar dermaßen unter den Nägeln gebrannt, dass sie die Bürgerinitiative in der vorigen Woche tatsächlich auch mit ihrer Abstimmung unterstützten - auch wenn es äußerst knapp war.

Der Erfolg der Bürgerinitiative überrascht nicht wirklich. Schon das Bürgerbegehren im Januar hatte sie schnell und zügig durchgezogen und in nur der Hälfte der Zeit mehr als die notwendigen Unterschriften zusammenbekommen.

Das Thema "Schul-Tausch" hat vielen Hückeswagenern offenbar dermaßen unter den Nägeln gebrannt, dass sie die Bürgerinitiative in der vorigen Woche tatsächlich auch mit ihrer Abstimmung unterstützten - auch wenn es äußerst knapp war.

Dass die Bürgerinitiative erfolgreich war, hat - nimmt man viele Kommentare in den sozialen Medien mit als Grundlage - auch mit Politikverdrossenheit zu tun. Viele Hückeswagener, die in der vorigen Woche mit Ja gestimmt haben, haben es den Politikern der Ratsmehrheit von CDU, SPD und Grünen "mal zeigen" wollen.

Gerade die Vertreter dieser drei, aber auch die der übrigen im Rat vertretenen Parteien sollten künftig überlegen, wie sie die Menschen in der Schloss-Stadt in ihre Entscheidungen mit einbeziehen. Vor allem CDU, SPD und Grüne sind zudem jetzt stark gefordert, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, stehen doch in zwei Jahren Kommunalwahlen an.

Der Bürgerentscheid ist nun beendet - viele Hückeswagener sind froh darüber, hat sie die Diskussionen in den vergangenen Wochen und Monaten, die teils unter der Gürtellinie waren, doch zunehmend genervt. Jetzt gilt es für Verlierer wie Sieger gleichermaßen nach vorne zu schauen.

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Das Ergebnis muss auch bei den Unterlegenen und ihren Wählern anerkannt werden. Es war ein demokratischer Prozess. Nachhaken oder gar nachtreten muss jetzt ein Tabu sein - damit der innere Frieden wieder nach Hückeswagen zurückkehrt.

Gerade bei den vielen Diskussionen in den sozialen Netzwerken wurden (zu) häufig die Regeln des Anstands und der Höflichkeit missachtet. Das und so manche dumme Äußerungen von Politikern haben das Klima in Hückeswagen leider vergiftet.

Akzeptieren die Verlierer das Ergebnis und kippen die Sieger keine Kübel mit Häme über die Politiker aus, könnte sich das Klima in der Schloss-Stadt vielleicht irgendwann wieder normalisieren.

stephan.buellesbach@bergische-morgenpost.de

(RP)
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