Hückeswagen: Zahl der Wähler ist im Sinkflug

Hückeswagen : Zahl der Wähler ist im Sinkflug

Die Zahl der Einwohner geht in Hückeswagen seit Jahren kontinuierlich zurück. In der Folge sinkt auch die Zahl der Wahlberechtigten. Bei der Landtagswahl 2005 waren noch 12 315 Hückeswagener wahlberechtigt, bei der vorigen Wahl 2010 waren es 12 276.

Und am 13. Mai werden es nach heutigem Stand der Dinge nur noch 12 117 sein. Das sind fast 160 weniger als vor zwei Jahren und fast 200 weniger als 2005.

Der Schwund bei den Wahlberechtigten beschränkt sich nicht nur auf Hückeswagen, er betrifft den gesamten Wahlkreis 23 (Oberberg-Nord), dem neben der Schloss-Stadt noch Radevormwald, Wipperfürth, Marienheide, Lindlar und Gummersbach angehören. Vor zwei Jahren waren im Wahlkreis 111 801 Frauen und Männer ab vollendetem 18. Lebensjahr wahlberechtigt, am 13. Mai werden es nur 111 149 sein, rund 650 weniger. Im gesamten Oberbergischen Kreis, der in zwei Wahlkreise aufgeteilt ist, werden in nun gut vier Wochen knapp 210 500 Menschen die Möglichkeit zur Stimmabgabe haben. 211 537 waren es 2010.

Mehr als die Hälfte davon waren übrigens Frauen, die auch im Wahlkreis 23 und in der Stadt Hückeswagen die Mehrheit der Wahlberechtigten stellen. Dass die Kandidaten der Parteien das in ihrem Wahlkampf berücksichtigen und gezielt "Frauen-Themen" setzen, war früher allerdings nicht erkennbar und ist es auch diesmal (bisher) nicht.

Abzuwarten bleibt, wie viele Bürger ihr Wahlrecht am 13. Mai auch tatsächlich nutzen. In den zurückliegenden Jahren war auch die Wahlbeteiligung rückläufig: 2005 gaben in Hückeswagen noch 64 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, 2010 waren es nur noch 59,8 Prozent. Immerhin waren das mehr als im gesamten Wahlkreis 23 mit einer Wahlbeteiligung von 62,9 Prozent in 2005 und nur noch 58,4 Prozent in 2010.

(RP/rl)
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