Wupperauen in Hückeswagen sollen attraktiver werden

Ehrenamtliche gesucht : Wupperauen sollen attraktiver werden

Zur „Regionale 2010“ wurden die Wupperauen mit Radweg, Wiese, Wegen, Zugang zur Wupper sowie Bänken ausgestattet. Bis heute wird das an sich schöne Areal immer wieder für Gelage missbraucht. Das soll sich ändern.

Manchmal ist es nicht schön, was sich im Park der Wupperauen abspielt. Trinkgelage, Müll, laute Musik – eigentlich war die im Zuge der „Regionale 2010“ entstandene Naherholungsfläche mit Wiese und idyllisch gelegenem Zugang zur Wupper als Treffpunkt für Familien und junge Menschen konzipiert. Das hat sich bis heute nicht durchgesetzt. Oft liegt das Areal brach, wenn es eben nicht missbräuchlich genutzt wird – vor allem abends und an Wochenenden. Immer wieder gab es Diskussionen über den Zustand und die Art der Nutzung. Und immer wieder den Wunsch, mehr Potenzial aus der stadtnahen Fläche herauszuholen.

Diese Gedanken möchte Bürgermeister Dietmar Persian jetzt gezielt aufgreifen. Dazu gab’s ein großes Treffen mit Vertretern von Stadtverwaltung, Kirchen, Vereinen, Stadtsportverband, Jugendzentrum und Ratsmitgliedern. „Wir wollen die Wupperaue als Fläche gezielter nutzen und als Treffpunkt etablieren“, kündigt Persian an. Diesen Sprung, mehr aus der Fläche zu machen, habe bislang noch niemand gewagt. Die Wiese gleiche zurzeit mehr einem Acker. In der Vergangenheit habe es mit SPD, Gotteshütte und evangelischer Kirchengemeinde sehr wohl verschiedene Nutzer gegeben, „aber die Wupperauen bieten sich für eine viel stärkere Nutzung an“, meint Persian. Gemeinsam wolle man aus einem „man müsste mal...“ etwas Konkretes entwickeln. Hierfür seien Ideen wichtig, die gemeinsam zu einem Modell für die Zukunft entwickelt werden sollen.

Der Planungsausschuss habe vor fünf Jahren zwar mal Ansätze gemacht, aber nicht weiter verfolgt. Für den Bürgermeister stellt sich die wichtige Frage, wer sich kümmert, wenn es zu einer stärkeren Nutzung kommt? Hierfür sei ein Betreiberkonzept wichtig. Stadt und Bauhof hätten nur begrenzte Möglichkeiten. Deshalb der Appell von Persian: „Wir brauchen Menschen, die sich ehrenamtlich kümmern, eventuell einen Verein, auf jeden Fall aber einen Zusammenschluss mehrerer Akteure“, sagt er. Im Januar soll es ein Treffen geben, bei dem sich alle Interessenten konkrete Gedanken machen sollen. Wer sich vorstellen könnte, hier mitzuhelfen, sollte sich bei Persian im Rathaus im Schloss melden, Tel. 88-100.

Die heute kaum genutzte Wiese soll zu einem ansprechenden Naherholungsgebiet für Jung und Alt werden. Hierfür müssten sich viele Freiwillige melden. Foto: Joachim Rüttgen

Was klar ist: Alles ist in den Wupperauen nicht möglich. Bei dem Areal handelt es sich um ein Überschwemmungsgebiet, in dem keine festen Gebäude errichtet werden können. „Aber ein Tor aufstellen oder einen fest installierten Grill, das geht schon“, sagt Persian. Auch eine Streetball-Anlage könnte er sich vorstellen. Hierfür seien Genehmigungen nötig, aber da sehe er keine Probleme. Auch um die Finanzierung mache er sich keine Gedanken, das ließe sich über Sponsoren und Fördermittel regeln. „Die höchste Hürde ist, die Leute zu finden, die das Projekt stemmen“, sagt der Bürgermeister – und verspricht, viel Zeit in das Projekt zu stecken. „Ich wünsche mir in den Wupperauen mehr Leben, zum Beispiel durch ein Open-Air-Konzert oder ein Sommerfest für Kinder“, sagt er.

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