Wülfing öffnet zum Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals : Wülfing zeigt die älteste Dampfmaschine

Auf eine spannende Entdeckungsreise gehen die Besucher beim „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September. Auch das Wülfingmuseum und die Brücke Öhde in Oberbarmen können dann besichtigt werden.

Ein Mammutprogramm: Mehr als 7500 historische Baudenkmäler, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, ihre Türen – davon etwa 1200 in Nordrhein-Westfalen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. Mit ihren Besuchern gehen die Veranstalter auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei fragen sie nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, nach Baumaterialien oder StilElementen. Ziel des Tages, der unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet”, steht, ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken, heißt es auf der Homepage zu dem Tag. Das sei sozusagen „Geschichte zum Anfassen“.

„Der Tag des offenen Denkmals hat sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, sagt Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Das komplette Programm steht im Internet unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung unterwegs ermöglicht eine kostenfreie App.

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Radevormwald ist kommenden Sonntag mit der ehemaligen Tuchfabrik Johann Wülfing und Sohn mit dem Museum, Am Graben 2, in Dahlerau, am Tag des offenen Denkmals beteiligt. Die Fabrik war von 1815 bis 1996 in Betrieb und besteht aus einem Ensemble aus Fabrikgebäude und Arbeiterwohnheim. „Ein Industriedenkmal mit bedeutenden technischen Denkmalen der Energieversorgung wie einer Dampfmaschine von 1891 und Zeugnissen der Textilfertigung wie Dessinatur, Musterweberei und Prüfung“, heißt es in dem Flyer zum Tag des offenen Denkmals. Das Museum sei zudem im ältesten Gebäude von 1836 untergebracht – geöffnet am 9. September von 11 bis 18 Uhr. Auch das Museumscafé ist geöffnet. Info und Kontakt über Karola Johnen, Tel. 0173 5891598, E-Mail: info@wuelfing-museum.de

Auch Mitarbeiter des Vereins Bergische Bahnen und des Fördervereins Wupperschiene sind im Einsatz: „Wir zeigen die Brücke Öhde in Oberbarmen in Richtung Beyenburg und weiter Richtung Radevormwald“, kündigt Ulrich Grotstollen an. Treffpunkt für Besucher ist an der Öhder Straße 100 unter der kleinen Eisenbahnbrücke. Etwa 100 Meter weiter befindet sich dann die große Brücke, an der nach Angaben von Grotstollen kräftig gearbeitet wird. „Dort wird gerade eine Betonummantelung gegossen, außerdem werden neue Schwellen installiert, und einige Metallarbeiten stehen auch noch an“, erläutert er. Über eine Holztreppe gelangen die Besucher am 9. September auf die Brücke und können sich den Stand der Dinge aus der Nähe anschauen – Kontakt: Ulrich Grotstollen, Tel. 0160 8424555, E-Mail: info@wupperschiene.eu oder Thorsten Alexander Kaja, Tel. 0177 4926627.

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