Kommentar: (Wort-)Witz regt zum richtigen Müll-Entsorgen an

Kommentar : (Wort-)Witz regt zum richtigen Müll-Entsorgen an

Es ist zweifellos ein Ärgernis, wenn der Müll achtlos in die Gegend geworfen wird. Vor allem fragt man sich, warum gerade Fast-Food-Tüten aus fahrenden Autos geworfen werden müssen. Wahrscheinlich ist das eine "Mode", der unbedingt nachgeeifert werden muss.

Aber auch aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippen sind nicht besser. Solchen "Müll-Sündern" ist ohnehin mit mehr Abfalleimern im Stadtzentrum und in Wohngebieten nicht beizukommen. Überhaupt sind mehr Abfalleimer der falsche Weg. Nicht nur, weil sie teuer in der Anschaffung und der Unterhaltung sind. Sondern, weil den Menschen damit ihre eigene Verantwortung abgenommen wird. Dass man Müll nicht einfach auf den Boden wirft, ist keine Frage des fehlenden Mülleimers, sondern eine Frage des Anstands.

Die Stadt könnte womöglich doch die "schwarzen Schafe" kriegen, indem sie dem Hamburger Beispiel folgt. Warum die hiesigen Mülleimer nicht mit ähnlich witzigen Sprüchen versehen? Das zaubert dem Betrachter nicht nur ein Lächeln aufs Gesicht, sondern regt den einen oder anderen vielleicht doch dazu an, dieses Angebot anzunehmen und seinen Abfall in die dafür bereitstehenden Behälter zu werfen.

Hückeswagen ist für seine Kreativität und Innovationsfreude bekannt. Die Ampelmännchen sind dafür ein gutes Beispiel. Daher könnte die Stadtverwaltung doch auch auf witzige Müll-Sprüche setzen wie "Bitte füttern" oder "Geben Sie den Kot ein". Damit sind "Müll-Sünder" eher für eine legale Entsorgung zu gewinnen, als mit noch mehr Abfalleimern. Denn die werden auch nicht genutzt, wenn die Leute direkt daneben stehen.

Stephan Büllesbach

(RP)
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