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Wohnwagendiebstähle in der Region: Wenige Fälle im Bergischen Städtedreieck

Diebstahlserie : Wohnwagendiebe schlagen in bergischen Kleinstädten zu

Seit einigen Monaten werden in Nordrhein-Westfalen vermehrt Wohnwagen gestohlen. Allein 41 Diebstähle zählte das Landeskriminalamt im August. Die Täter schlagen unter anderem in bergischen Kleinstädten zu.

Die Täter sind schnell, präzise und, wenn es sein muss, auch skrupellos: Es sind drei Männer, die sich in der Nacht zu Mittwoch in Solingen an einem Wohnwagen zu schaffen machen. Anwohner beobachten sie und alarmieren die Polizei. Als die Beamten eintreffen, hängt der Wohnwagen schon an der Anhängerkupplung eines Audis. Als sich dem Fahrer ein Polizist in den Weg stellt, gibt der Mann am Steuer Gas. Der Polizist kann sich gerade noch in Sicherheit bringen. Seine Kollegen verfolgen den flüchtenden Wagen. Mit dem Wohnwagen brettern die Täter über eine Rote Ampel; als die Polizei ihnen zu nahe kommt, koppeln sie den Wohnwagen ab. Der Streifenwagen kann noch ausweichen, aber die Täter sind über alle Berge.

Wohnwagendiebe treiben seit einigen Monaten in NRW ihr Unwesen. Nach Angaben des Landeskriminalamts wurden in diesem Jahr landesweit bereits 214 Wohnwagen gestohlen, allein im August waren es den Angaben zufolge 41. Ein Schwerpunkt war in den vergangenen Wochen der Kreis Mettmann. Wo schlugen die Diebe im Bergischen schon zu?

Viele Fälle in Rheinberg, wenige in Großstädten

"Bislang hatten wir im Bergischen Städtedreieck einige wenige Fälle", berichtet Stefan Weiand von der Polizei Wuppertal, die auch für Solingen und Remscheid zuständig ist. "Wir haben das Thema dennoch im Blick und halten verdächtige Fahrzeuge an. Es könnte sein, dass die Serie auch zu uns hinüberschwappt."

Angekommen ist sie scheinbar schon im Rheinisch-Bergischen Kreis. Zehn Fahrzeuge seien dort in diesem Jahr schon gestohlen worden, berichtet Polizeisprecher Richard Barz. Vier Wohnwagen wurden in Overath, vier in Bergisch Gladbach, einer in Odenthal und einer in Burscheid gestohlen. Darüber hinaus zählte die Polizei mindestens zwei Diebstahlsversuche. Bei zwei Delikten in Wermelskirchen und Burscheid werde noch geprüft, ob es sich um Versuche oder lediglich Sachbeschädigungen handelte.

"Die Wohnwagen wurden entweder von Firmengeländen oder von umzäunten Privatgrundstücken gestohlen", berichtet Barz, der Besitzern dazu rät, Wohnwagen so zu parken, dass Diebe sie nicht einfach abschleppen können. "Man kann etwa sein Auto davor parken."

(sef)