Hückeswagen: Wo sollen immer mehr Hochbetagte wohnen?

Hückeswagen : Wo sollen immer mehr Hochbetagte wohnen?

Dass es Bedarf an "Betreutem Wohnen" für Hückeswagen gibt, ist unstrittig. Aber es tut sich wenig. Schon vor Jahren gab es konkret klingende Pläne, am Etapler Platz ein entsprechendes Wohnprojekt zu bauen – in Kooperation der örtlichen Wohnungsbaugenossenschaft GBS mit den Radevormwalder Johannitern. Die Pläne verschwanden wieder in den Schubladen. Danach kündigte Professor Holger Frielingsdorf an, auf dem Gelände seines Elternhauses in der Wupperaue an der Rader Straße ein Haus für "Betreutes Wohnen" errichten zu wollen. Schon 2009 sollte dieses Projekt realisiert werden, bislang ist auch daraus nichts geworden. Bürgermeister Uwe Ufer geht allerdings nach Gesprächen mit Frielingsdorf davon aus, dass das Projekt im neuen Jahr realisiert wird. Das sagte er kurz vor Weihnachten im Gespräch mit der BM.

Ufer selbst ist nach wie vor davon überzeugt, dass Hückeswagen Angebote des "Betreuten Wohnens" braucht. "Angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir dafür Sorgen tragen, dass nicht auch noch die älteren Hückeswagener abwandern, weil es an geeignetem Wohnraum für sie in der Stadt fehlt", sagt Ufer.

Der in der vorigen Woche veröffentlichte neue Demografiebericht für den Oberbergischen Kreis und die kreisangehörigen Kommunen belegt: Der Landkreis verliert weiter Einwohner. Die Zahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) steigt aber bis 2020 weiter an – um fast 45 Prozent gegenüber Ende 2009.

(RP)
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