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Wird Wipperfürther Marktplatz generell autofrei?

Wieder Diskussion in der Hansestadt : Wird Wipperfürther Marktplatz generell autofrei?

Die Grünen der Nachbarstadt fordern, dass Marktplatz und Marktstraße künftig nicht mehr von Autos und Motorrädern befahren werden dürfen. Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für Vorschläge.

Für drei Sommermonate hatte die Wipperfürther Stadtverwaltung ein Pilotprojekt gestartet: Der gerade erst neu gestaltete Marktplatz im Herzen der Hansestadt blieb an den Wochenenden zwischen Juni und September autofrei. Da das Wetter weitestgehend mitspielte und die Gastronomen am Marktplatz für samstagsabends Livekonzerte von Sängern oder kleineren Bands auf der kleinen Freitreppe organisiert hatten, war der Marktplätz vor allem dann bestens besucht. Die Sperrung kam bei den Wirten und Besuchern offenbar gut an, wie Marius Marondel, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales, auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. „Wenn auch die Gastronomen und Einzelhändler uns gebeten haben, den Marktplatz erst ab samstags, 16 Uhr, für den Verkehr zu sperren.“

Die Wipperfürther Grünen gehen jetzt jedoch einen deutlichen Schritt weiter und fordern in einem Antrag an Bürgermeisterin Anne Loth, dass Marktplatz und Marktstraße ab dem 1. April, dem Start der Freiluftsaison, nicht mehr mit Autos oder Motorrädern befahren werden dürfen. Regelungen für Anwohner, Geschäftsleute und Anlieferung könnten entsprechend der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr übernommen und bei Bedarf angepasst werden. „Der positive Testlauf im vergangenen Sommer und Herbst haben eindeutig belegt, wie angenehm das ,Wohnzimmer der Stadt’ ohne Autos ist“, heißt es in der Begründung. Viele Menschen, vor allem Kinder, hätten es genossen, unbeschwert auf dem Marktplatz und der Marktstraße flanieren und spielen zu können. „Das war echte Aufenthaltsqualität.“

Die Stadtverwaltung zeigt sich offen, wie es mit Marktplatz und -straße weitergeht. Laut Marondel können sie auch künftig gesperrt werden – ob nur am Wochenende oder generell. Die Entscheidung darüber aber trifft die Politik.

(büba)