Wipperfürth: Marktplatz lädt mit neuen Sitzmöbeln zum Verweilen ein

Innenstadtumbau in Wipperfürth : Probleme mit Sitzmöbeln für Marktplatz

Der Innenstadtumbau in der Nachbarstadt schreitet voran. Der Stadteingang West (Kölner-Tor-Platz) ist fast fertig. Der ergiebige Regen sorgte am vergangenen Wochenende für unschöne Begleiterscheinungen, die entfernt werden müssen.

Hückeswagens Nachbarstadt putzt sich so langsam fein raus. Der Innenstadtumbau in der Hansestadt nimmt immer konkretere Formen an.

Marktplatz und Marktstraße Seit vergangener Woche verfügt der Marktplatz im Zentrum von Wipperfürth über moderne und einladende Sitzmöglichkeiten. Handwerker der Hansestadt montierten die eigens dafür angefertigten Auflagen aus rötlichem Kastanienholz auf den drei hellen Betonringen, mit denen die kürzlich eingepflanzten Hainbuchen umgeben sind. „Auch die Sitzgelegenheit im Bereich vor der Freitreppe Richtung Evangelische Kirche wurde mit den neuen Holz-Auflagen bestückt“, berichtete Stadtsprecherin Sonja Puschmann. Die Bänke bieten zahlreiche Sitzplätze und laden zum Verweilen ein. Zunächst zeigte sich Stadtplaner André Hackländer auch sehr zufrieden mit den neuen Gestaltungselementen: „Die Sitzmöbel aus hochwertigen Materialien überzeugen neben ihrer hohen Funktionalität besonders auch mit einer ansprechenden Farbgebung“, sagte er. In Verbindung mit dem natürlich wirkenden, beigefarbenen Betonstein der Pflanzringe fügten sich die runden Sitzgelegenheiten mit den Holzauflagen stimmig in das Gesamtbild auf dem Marktplatz ein. Doch dann ergoss sich am vergangenen Wochenende sehr ergiebiger Regen über Wipperfürth und die im Holz enthaltenen Gerbstoffe nahmen ihren Lauf. Durch den Regen wurden die auf natürliche Art und Weise vorhandenen Gerbstoffe aus dem Holz ausgespült, was an den hellen Betonsteinen nun unschöne Spuren verursacht hat.

„Genau dies galt es zu verhindern“, sagte Projektleiter Gerd Müller. Auch die im Vorfeld zu Rate gezogenen Holz-Fachbetriebe hätten nicht damit gerechnet, dass dieses Problem in Verbindung mit Kastanienholz auftreten würde. „Wir haben ja gerade von Auflagen aus Eichenholz abgesehen, um eben diese ungewollten Effekte zu vermeiden“, sagte Müller. Nichtsdestotrotz sei im Moment davon auszugehen, dass sich die Angelegenheit mit der Zeit von ganz alleine klären wird, da das Holz ja in seinem jetzigen Zustand keine neuen Gerbstoffe mehr produzieren könne. Wenn also die Gerbstoffe einmal ausgewaschen seien, würden vermutlich keine neuen Farbpigmente mehr nachkommen. „Die Betonringe werden jetzt im Rahmen der Gewährleistung vom ausführenden Handwerksbetrieb gereinigt. Anschließend müssen wir das natürlich weiter im Blick behalten, um gegebenenfalls die Ansprüche der Hansestadt Wipperfürth wahren zu können“, kündigte Müller an.

Eine Kombination aus Gerbstoffen und ergiebigem Regen hat unbeabsichtigte Farbverläufe an den neuen Sitzmöbeln auf dem Marktplatz (Foto) und an der Marktstraße verursacht. Foto: Stephan Büllesbach

Die neuen Sitzgelegenheiten finden grundsätzlich - abgesehen von den Spuren viel Zuspruch aus der Bevölkerung. Für den neuen Brunnen an der Marktstraße und den Halbkreis aus beigefarbenen Betonteilen im Bereich des Marktgrills sind die Sitzmöbel aus heimischem Kastanienholz übrigens ebenfalls vorgesehen. Die Montagearbeiten haben am Freitag begonnen.


Hochstraße Auf dem letzten Teilstück der Hochstraße oberhalb des Marktplatzes werden derzeit die Pflasterarbeiten im Gehwegbereich durchgeführt. Auch in diesem Areal wird Naturstein für die begehbaren Flächen verwendet. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und gehen gut voran. Dieser Bereich soll bis zum Frühjahr 2020 fertig werden.

Stadteingang West/Kölner-Tor-Platz Auch am Stadteingang West haben die Bauarbeiten in der Vorwoche deutliche Fortschritte gemacht. Dort wurde das letzte Teilstück der Fahrbahn der Lenneper Straße asphaltiert. Sobald im Anschluss daran die Fahrbahnmarkierungen aufgetragen worden sind, kann der Straßenverkehr zwischen der Kreuzung am Kölner-Tor-Platz und dem Kreisverkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben werden. Für die Markierungsarbeiten sollten die Temperaturen aber mindestens über dem Gefrierpunkt liegen, so dass ein verlässlicher Zeitpunkt in der aktuellen Jahreszeit nicht benannt werden kann. Dennoch ist die Stadtverwaltung optimistisch, dass der Umbau am Stadteingang West in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.