Wipperfürth: Lkw fahren trotz Verbots in enge Klosterstraße

Innenstadtumbau Wipperfürth : Lkw fahren trotz Verbots in enge Klosterstraße

Vollsperrung der Klosterstraße durch hohe Belastung – das Pflaster muss am Mittwoch erneuert werden.

Wenn man sich als Lkw-Fahrer nur auf sein Navigationsgerät konzentriert und dabei die Verkehrszeichen missachtet, kommt man mitunter in eine brenzlige Situation. So fahren sich etwa zwischen Purd und Straßweg auf der engen und kurvenreichen Kreisstraße 14 immer wieder Sattelzüge fest, die dann mit Hilfe eines Krans geborgen werden müssen. Die Nachbarstadt hat seit geraumer Zeit ein ähnliches Problem, und das mitten im Zentrum. Denn seit die Durchfahrt am Rathaus wegen der Umbauarbeiten an der Straße gesperrt ist, wird der Verkehr vorher über die sehr schmale Klosterstraße umgeleitet. Die ist aber nur so breit, das Geländewagen so eben durchkommen. Für Lkw über 3,5 Tonnen ist sie gesperrt – trotzdem landen auch immer wieder größere und längerer Laster in der Einfahrt zur Klosterstraße, weil deren Fahrer das Verbostschild zuvor ignoriert hatten.

Nicht zuletzt dadurch, aber auch durch den zugenommenen Verkehr ist das Pflaster der Klosterstraße derart in Mitleidenschaft geraten, weshalb sie morgen, Mittwoch, voraussichtlich in der Zeit von 8 bis 14 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt werden muss, teilt Sonja Puschmann, Sprecherin der Hansestadt, mit. Mitarbeiter des Bauhofs werden das Pflaster dann erneuern. Eine Durchfahrt – aus der Unteren Straße kommend – wird im Bereich der Ellers Ecke vorübergehend nur noch geradeaus über die Hochstraße möglich sein. Aus Richtung Kölner-Tor-Platz kommend muss bereits die Hochstraße an diesem Tag über die Bahnstraße verlassen werden.

Derweil mussten die hölzernen Sitzauflagen für die neuen Bänke an der Markstraße und auf dem Marktplatz in der Zwischenzeit wieder demontiert werden. Durch den anhaltenden Regen waren Gerbstoffe aus dem Holz ausgetreten, die unschöne Farbspuren an den hellen Betonelementen hinterlassen hatten (die BM berichtete). Die Verfärbungen konnten zwar wieder beseitigt werden, der mit der Herstellung der hölzernen Sitzauflagen beauftragte Handwerksbetrieb muss jetzt allerdings nachbessern. Die neuen Bänke sollen dann spätestens im Frühjahr genutzt werden können.

Die Lenneper Straße im Bereich des Stadteingangs West ist inzwischen in beide Fahrtrichtungen wieder freigegeben worden. „Damit kann auch der Rückbau in der Straße Am Kaufhaus beginnen, wo die Durchfahrt dann durch Poller unterbunden wird“, berichtet Sonja Puschmann.

(büba)