Helios-Klinik in Wipperfürth Helios will Deutschland stillfreudiger machen

Wipperfürth · Alle Patientinnen, die bis 9. Oktober in der Wipperfürther Helios-Klinik entbinden, erhalten ein Stillarmband, das beim Stillen unterstützen soll.

Eine Mutter stillt ihren vier Monate alten Sohn. Das Helios-Klinikum wirbt bei den werdenden Mamas für das Stillen.

Eine Mutter stillt ihren vier Monate alten Sohn. Das Helios-Klinikum wirbt bei den werdenden Mamas für das Stillen.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

„Stillen stärken, informieren und begleiten“ – unter diesem Motto hat die World Alliance for Breastfeeding Action in diesem Jahr ihre Weltstillwoche organisiert. Der Berufsverband der Frauenärzte und zahlreiche stillfördernde Akteure setzen sich dafür ein, Stillende zu unterstützen und dazu beizutragen, Deutschland stillfreundlicher zu machen. Auch die Elternschule der Helios Klinik Wipperfürth möchte die Aktionswoche dazu nutzen, auf die natürliche und selbstverständliche Ernährung für Säuglinge aufmerksam zu machen und sowohl Familien als auch die Gesellschaft über die positiven Effekte des Stillens zu informieren.

Alle Patientinnen, die seit dem 3. und noch bis zum 9. Oktober in der Helios-Klinik entbinden, erhalten ein Stillarmband, das beim Stillen unterstützen soll. Das Armband wird an der Seite getragen, an der das Baby das letzte Mal getrunken hat. So kann sich leicht gemerkt werden, auf welcher Seite beim nächsten Mal begonnen werden sollte.

„Stillen bietet einem Baby genau das, was es in seinen ersten Lebensmonaten braucht: Eine Ernährung, die Immunsystem und Entwicklung unterstützt, körperliche Nähe und Zuwendung“, erklärt Elternschulleiterin Angelika Ulrich. Auch auf die Mutter habe das Stillen positive Auswirkungen: So erleben stillende Mütter nach der Geburt eine schnellere Gebärmutterrückbildung und erkranken nachweislich weniger an Brust- und Eierstockkrebs. Die mit dem Stillen verbundene Nähe löst häufig große Glücksgefühle aus, die die wichtige Bindung zwischen Mama und Kind fördert.

Das der Start des Stillens manchmal auch ein holpriger sein kann, das weiß Angelika Ulrich. Um Probleme im Vorfeld zu vermeiden, bietet die Elternschule jeden Monat einen Stillvorbereitungskursus. „Hier erklären wir den werdenden Mamas, wie sie sich auf den Stillstart vorbereiten können und beantworten alle Fragen rund um die Ernährung des Kindes“, erklärt die Elternschulleiterin. Direkt nach der Geburt unterstützen sie und das Team der Geburtshilfe in Form einer individuellen und einfühlsamen Betreuung, um die neue Eltern-Kind-Beziehung zu stärken. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die Elternschulleiterin und gleichzeitig Stillberaterin genauso ansprechbar wie die Pfleger und Hebammen der Station: „Uns ist es sehr wichtig, dass wir jede Frau vertrauensvoll auf dem persönlichen Weg – vor, während und nach der Geburt – begleiten und mit unserer Erfahrung zur Seite stehen.“ Neben der fachlichen Unterstützung kann auch das spätere enge Umfeld indirekt das Stillen fördern. Das Team der Geburtshilfe bindet in diesem Zusammenhang die Väter und Familienmitglieder nach der Geburt in der Versorgung des Kindes mit ein, so dass diese als Unterstützung nach dem Krankenhausaufenthalt fungieren können: „Die Menschen, die mir nahestehen, können eine positive Stillzeit fördern. Der Partner kann dabei gut entlasten, Auszeiten für die Mama ermöglichen oder Aufgaben übernehmen, so dass der Frau genügend Zeit fürs Stillen und Erholen bleibt. Auch Familie und Freunde, aber auch der Arbeitgeber können Bedingungen schaffen, die das Stillen oder auch das Abpumpen und die Gabe von Muttermilch unterstützen. Stillen kann dadurch zu dem werden, was ist es: Das Normalste auf der Welt“, erklärt Angelika Ulrich.

Weiterer Unterstützungsbedarf kann der Stillsprechstunde besprochen werden, in der die Frauen individuell beraten werden.
https://www.heliosgesundheit.de/kliniken/wipperfuerth/unser-angebot/unsere-fachbereiche-undzentren/geburtshilfe/elternschule/

(rue)
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