Winterfest der Hückeswagener Schützen Vom Schützenkönig zum „Papst“

Hückeswagen · Gute Stimmung herrschte beim ersten Winterfest der Schützen seit drei Jahren. Vor allem wegen des Bühnenprogramms. Was sich der Hofstaat so hatte alles einfallen lassen.

Nach zweimal Schützenkönig und einmal Schützenkaiser wurde Lutz Annacker auf dem Winterfest zum „Schützen-Papst“ ernannt. Sichtlich gerührt verfolgte er im Saal des Kolpinghauses das Bühnenprogramm seines Hofstaats.

Nach zweimal Schützenkönig und einmal Schützenkaiser wurde Lutz Annacker auf dem Winterfest zum „Schützen-Papst“ ernannt. Sichtlich gerührt verfolgte er im Saal des Kolpinghauses das Bühnenprogramm seines Hofstaats.

Foto: Heike Karsten

Es darf wieder gefeiert werden, und das ließen sich die Mitglieder des Hückeswagener Schützenvereins nicht zweimal sagen. Fand doch nach dreijähriger Corona-Pause am Samstagabend wieder das traditionelle Winterfest im Kolpinghaus statt. Schützenchef Stefan Lorse freute sich über den vollen Saal und die vielen Freunde und Vertreter der befreundeten Schützenvereine, die gekommen waren. Für Musik und gute Laune sorgte ebenso traditionell das Duo „Let’s Dance“ aus Lüdenscheid. „Das kommt schon seit 20 Jahren zu unserem Jahresfest“, sagte Lorse.

Zum Winterfest zählte auch wieder ein knapp einstündiges Bühnenprogramm zu Ehren des amtierenden Königs. Der Hofstaat von Schützenkönig Lutz Annacker hatte sich dazu mehrere Gesangsstücke und einen Tanz einfallen lassen. „Die Texte der Lieder handeln diesmal von den Hobbys unseres Königs – dem Angeln, Kochen und Schalke 04“, kündigte der Schützenchef an. Die Schützen hatten dazu ein „musikalisches Drei-Gänge-Menü“ auf die Beine gestellt, mit Fisch zur Vorspeise. Als Angler verkleidet sangen vier Männer auf der Melodie des bekannten Shantys „The Wellerman“ ein Anglerlied. Als König Lutz Annacker den Sängern für ihre Dichtkunst einen ausgab, bemerkte Hans-Peter Danielsen grinsend: „Die Strophe mit dem ‚spendabel‘ müssen wir wohl noch einmal singen. . .“ Zur Hauptspeise folgte ein Lied von der Currywurst, und zur Nachspeise hieß es: „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann, der wie unser König, gerne hilft und alles kann.“

Eine echte Premiere war der Auflauf einer sechsköpfigen Spieler-Riege im Schalke-Trikot, die mit blauen Glitzer-Pompons eine einstudierte Choreografie vorführte. Sichtlich gerührt war Annacker, als sich alle Akteure zu einem Abschlusslied auf der Bühne zusammenfanden und er mit dem Aufsetzen einer Bischofsmütze mit Schalke-Logo zum neuen „Schützen-Papst“ ernannt wurde. ist, dass Lutz Annacker als erster Schütze der Vereinsgeschichte bereits König und Kaiser (2012/2013 und 2013/2014) war und nun erneut Schützenkönig ist. Da eine weitere Steigerung in den Vereinsstatuten nicht vorgesehen ist, „beförderten“ ihn die Schützenbrüder kurzerhand und singend: „Und bevor du fragst – jetzt biste Papst.“

Im Rahmen des Winterfests überreichte der Präsident des Bergischen Schützenbunds, Christoph Lange, den Jugendförderpreis, der an die Schützenvereine in Burscheid (2. Preis) und Radevormwald (1. Preis) ging. Stolz waren die Schützen auch darauf, dass sie zum Winterfest wieder eine Tombola mit 100 Preisen organisieren konnten. Als Hauptpreise wurden Warengutscheine im Wert von 200, 100 und 75 Euro verlost.

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