Hückeswagen: "Winni and friends" verzaubern ihr Publikum zweimal

Hückeswagen: "Winni and friends" verzaubern ihr Publikum zweimal

Schnell sein mussten all jene, die eine Eintrittskarte für die beiden Konzerte von "Winni and friends" ergattern wollten. Erstmals spielte der Hückeswagen Winfried Boldt, unterstützt von mehreren Musikerfreunden, im Kultur-Haus Zach. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, gab es das Konzert gleich zweimal hintereinander: am Samstag- und Sonntagabend; das Kultur-Haus war jedes Mal ausverkauft. "Wir mussten trotzdem noch jede Menge abweisen", sagte der Hobby-Musiker.

Die knapp 200 Gäste an beiden Abenden genossen die musikalische Auswahl querbeet durch die verschiedenen Stilrichtungen. "Das Programm ist dieses Mal so vielseitig, dass es gar kein Motto gibt", sagte Boldt. So begann der Abend mit leise gesungenen Balladen, bei denen das frühere Mitglied der im Bergischen bekannten Band "Karlchens Keller-Kompanie" sich selbst an der Gitarre begleitete. Im Hintergrund war ein stimmungsvolles Bild der Bever-Talsperre im Abendlicht eingeblendet. "Jetzt wollen wir uns mal einen schönen Abend machen", sagte Boldt gut gelaunt und zitierte dabei den Kabarettisten Jürgen Becker.

Kleine Pannen und Textunsicherheiten gaben dem Konzert einen persönlichen Charme und wurden vom Publikum nicht übelgenommen. "Das ist ja gerade das Schöne daran", sagte Zuschauerin Martina Hofmann. Auch die Auswahl des Programms mit größtenteils bekannten Stücken von Neil Young, über Wolfgang Niedecken ("BAP") bis hin zu Elvis Presley gefiel der Hückeswagenerin gut.

Im zweiten Set füllte sich die Bühne mit weiteren Musikern, alles Weggefährten und Freunde Boldts mit großem musikalischem Talent. So verzauberten Thomas Olender an der E-Gitarre, Rolf Kampa am Bass, Sabine Schmelzer-Beversdorff und Siggi Gläser am Saxofon sowie Peter Benninghof mit seiner rauchigen Stimme das Publikum immer wieder aufs Neue. Im gefühlvollen Akustik-Teil, bestehend aus Klassiker-Songs der "Beatles" und der "Rolling Stones", kamen nur Winnfied Boldts Gitarre und das Cello von Manuela Stehr-Richelshagen zum Einsatz.

Den Sprung vom ruhigen Sound zum Pop und Jazz schaffte schließlich Gastsängerin Sina Isenberg. Mit den Liedern "Fever" und "Dream a little Dream of me", als intimes Duo mit Winni Boldt vorgetragen, zeigte sie ihr grandioses gesangliches Können und erntete lang anhaltenden Applaus.

(heka)
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