Multivisonsdiashow im Hückeswagener Kultur-Haus Zach Wilder, schöner „Ruhrpott“

Hückeswagen · Der Bochumer Profifotograf Bernd Wasiolka zeigt im Kultur-Haus Zach einen vielseitigen und faszinierenden Lebensraum seiner Heimat für Flora und Fauna im Kultur-Haus Zach. Dann sind zum Beispiel die Ödlandschrecke und das Grüne Heupferd zu sehen.

 Dieses Grüne Heupferd hat Fotograf Bernd Wasiolka vor der Bochumer Jahrhunderthalle entdeckt.

Dieses Grüne Heupferd hat Fotograf Bernd Wasiolka vor der Bochumer Jahrhunderthalle entdeckt.

Foto: Bernd Wasiolka

Das Ruhrgebiet ist längst kein dunkler, staubiger Ort mehr. Vielmehr ist es grün und naturnah geworden. Das beweist Profifotograf Bernd Wasiolka am kommenden Sonntag, wenn er in seiner Multivisionsdiashow im Kultur-Haus Zach den „wilden Ruhrpott“ präsentiert. Von 2004 bis 2019 hatte er im südlichen Afrika gelebt und fotografiert. Während dieser Zeit entstanden auch seine ersten beiden Bildbände „Kalahari Dreaming“ und „Wildes Namibia“. Nun hat sich Wasiolka als Bochumer mit seiner Heimat, beschäftigt, genauer: mit der wilden Seite des Reviers.

„Seine Natur- und Tier-Aufnahmen hat Bernd Wasiolka bereits mehrfach bei uns im Kultur-Haus gezeigt", berichtet Detlef Bauer, Vorsitzender des Trägervereins. „Nun wird die weithin unbekannte Seite des Ruhrgebiets zu sehen sein.“ In den Wäldern, Seen, Flüssen, Wiesen, Feldern, Parkanlagen und Friedhöfen leben Fuchs und Rothirsch, Eisvogel und Schwarzspecht, Ringelnatter und Zauneidechse, Kammmolch und Laubfrosch, grünes Heupferd und Schwalbenschwanz. Und sogar Seltenheiten wie Enzian oder Knabenkräuter, die man so gar nicht im Ruhrgebiet erwarten würde, blühen dort wieder auf.

Im Zuge des Wandels sind neue Lebensräume für Flora und Fauna entstanden. Auf den stillgelegten Abraumhalden bildeten sich temporäre Tümpel, wichtige Laichgewässer für bedrohte Amphibien. Sonnenexponierte Halden, die wie kleine Berge aus dem „Ruhrpott“ aufragen, bieten Neuankömmlingen wie Ödlanschrecke oder Mauereidechse einen neuen Lebensraum. Zerfallene Industrie- und Zechenanlagen sind Rückzugsgebiet und Kinderstube für viele Arten. Turm- und Wanderfalken brüten wieder in künstlichen Nisthilfen in luftiger Höhe an den einst rußgeschwärzten Schornsteinen. „Diese Industrierelikte und Halden mit ihren neuen Bewohnern stehen symbolisch für den grünen Wandel im Ruhrgebiet und machen den besonderen Reiz des ,wilden Ruhrpotts‘ aus“, versichert Bauer. „Eine Einzigartigkeit, die man nirgendwo sonst findet.“ Diese hat Wasiolka mit seiner Kamera festgehalten und in Szene gesetzt, so dass daraus eine spannende Entdeckungsreise entstanden ist.

Karten für die Multivisionsshow zum Preis von zehn Euro gibt’s im Vorverkauf in der Bergischen Buchhandlung, bei Mode Sessinghaus sowie online unter www.kultur-haus-zach.de, an der Tageskasse kosten sie zwölf Euro.

So. 28. April, 15 Uhr, Kultur-Haus Zach, Islandstraße 5-7.

(büba)
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