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Wiehagen - dicht besiedelt im Westen

Serie Mein Hückeswagen : Wiehagen - dicht besiedelt im Westen

Der Ortsteil liegt über der Kernstadt und wird auf ganzer Länge von der Kreisstraße 3 durchquert. Markante Anblicke sind die Hochhäuser entlang der K 3 und der neue Kreisverkehr, der von der GBS mit einer Skulptur verschönert wurde.

Auf Wiehagen wohnen heute etwa 5000 Menschen - im Westen der Schloss-Stadt und derem einzigen Stadtteil. Dabei ist die Besiedlungs- und Bevölkerungsstruktur durchaus unterschiedlich geprägt. Neben den vor allem im östlichen und mittleren Bereich in den Himmel ragenden Hochhäusern etwa der Genossenschaft für Bau- und Siedlungswesen (GBS), gleichzeitig größter Vermieter dort, gibt es vor allem in den westlichen, nördlichen und südlichen Bereichen des Ortsteils viele Einfamilienhäuser. Die starke Bebauung und das damit einhergehende große Wachstum Wiehagens, das in den 1970er Jahren einsetzte, täuscht ein wenig darüber hinweg, dass die Siedlung auf eine lange Geschichte zurückblicken kann.

1468 wird sie erstmals in Urkunden erwähnt, nämlich in Form eines gewissen Claus von Wyehains, eines Barbiers des Spätmittelalters. Wyehain, also Wiehagen, bleibt indes bis ins 20. Jahrhundert hinein dünn besiedelt. Manfred Flosbach erinnert sich: "Wir sind 1971 nach Wiehagen gezogen. Als sich Nachwuchs ankündigte, sind wir an den Brunnenweg gezogen." Der war damals gerade erst im Entstehen, genau wie der große Rest von Wiehagen. Zum Vergleich: Noch im Jahr 1905 wohnten in den damals zwölf Wohnhäusern gerade einmal etwa 100 Einwohner. Etwas, das man sich bei der heutigen Siedlungsdichte kaum mehr vorstellen kann.

  • Pfarrer : Der "gute Hirte" von Hückeswagen
  • Gemeindezentrum : Treffpunkt am Drosselweg
  • Kreisverkehr : Die Familie als Symbol

Flosbach, der mit seiner Familie im Jahr 1976 dann in ein Haus an der Altenberger Straße gezogen ist, erinnert sich als ehemaliger Feuerwehrmann auch noch daran, dass die Hückeswagener Brandbekämpfer dem Ortsteil Wiehagen und der dortigen Bebauungspolitik der 70er Jahre indirekt die Anschaffung der Drehleiter zu verdanken hatten. "Das Hochhaus, das auf dem Gelände stand, auf dem heute der Penny-Supermarkt steht, und von der GBS 2009 abgerissen wurde, brauchte aus Brandschutzgründen eigentlich einen zweiten Rettungsweg", erzählt der Wiehagener. Der hätte in Form eines zweiten Treppenhauses eingebaut werden müssen. "Das war allerdings sehr teuer. Daraufhin hat die GBS der Feuerwehr einen nicht unerheblichen Betrag gespendet, so dass wir uns schließlich eine Drehleiter für den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr anschaffen konnten."

Neben zwei Supermärkten, einer Post-Agentur, zwei Kindergärten und der Grundschule ist auf Wiehagen auch das spirituelle Leben präsent. Neben dem Café KiWie (Kirche auf Wiehagen) der Evangelischen Kirchengemeinde, ist auch die Katholische Pfarrgemeinde mit der Filialkirche St. Katharina und dem Gemeindezentrum im Stadtteil vertreten.

(RP)