1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Wermelskirchen: Doppelter Musikabend in Dabringhausen

Gleich zwei Konzertabende im Dabringhausener Dorf : Doppelter Musikabend in Dabringhausen

Die „Dorf-Kultur“ hatte die „R. W. Corner“-Band gebucht, zugleich gab es ein Open-Air-Konzert, das nicht zuletzt Karnevalsfans erfreute. Das Wetter war regnerisch, aber wer trotzdem gekommen war, hatte viel Spaß.

Die einen sitzen im Foyer der Mehrzweckhalle Dabringhausen warm und trocken, sie lauschen den musikalischen Hochkarätern der „R. W. Corner“-Band. Kaum einen Steinwurf entfernt drängen sich andere unter die auf dem Platz vor der Dorfkirche aufgestellten Zelte und Pavillons, machen es sich auf den darunter platzierten Bierzeltgarnituren gemütlich. Tanzend und singend trotzen sie dem für eine Open-Air-Veranstaltung widrigen Regenwetter.

Dass in Dabringhausen gleich zwei Konzertveranstaltungen an einem Abend stattfinden, hat eher Seltenheitswert – auf ihre Art funktionierten beide nebeneinander. Allerdings: Auf mehr Zuschauer hatten alle Organisatoren im Vorfeld gehofft. Beim vom neu gegründeten „Dorf-Kultur“-Verein veranstalteten Konzert in der Mehrzweckhalle schwächelte der Vorverkauf, so dass die Entscheidung fiel, den Abend mit der „R. W. Corner“-Band und den heimischen „Heartland Travellers“ aus Emminghausen nicht in der Halle, sondern im Foyer durchzuführen. Die Folge: „Dorf-Kultur“ konnte nicht wie geplant die mit „Leader Bergisches Wasserland“-Fördermitteln angeschaffte Bühne komplett aufbauen. Da es sich jedoch um ein modulares Modell handelt, konnte zumindest ein Teil aufgebaut und damit „eingeweiht“ werden. „Leader“ hatte 80 Prozent, also 3480 Euro, zu den Gesamtkosten von 4350 Euro beigesteuert – die Bühne stellt „Dorf-Kultur“ zukünftig auch anderen Vereinen zur Verfügung.

  • Konzert in Dabringhausen : Konzert der „Dorf-Kultur“ – Karten auch an Abendkasse
  • Die „Lazarev Project Group“ besteht aus
    Konzert im Hückeswagener Kultur-Haus Zach : Live-Musik für Bauch und Kopf im Kultur-Haus Zach
  • Xanten - Wardt - Naturbad -
    Sommer-Open-Air im Freizeitzentrum Xanten : Glam Bam rockt an der Südsee

„Wir wollen bei unseren Konzerten ein Musik-Erlebnis für Publikum bieten, dass aufmerksam zuhören will – das ist uns heute Abend wieder gelungen“, bilanzierte der zweite Vorsitzende von „Dorf-Kultur“, Thomas Busch, nach dem Konzert: „Wir sind zufrieden. Gerade bei auswärtigen Besuchern, von denen heute eine beträchtliche Zahl nach Dabringhausen gekommen sind, müssen wir uns unser Standing erarbeiten. Da haben wir einen guten Anfang gemacht und bauen das aus.“ Die rund 50 begeisterten Besucher lobte Sänger und Gitarrist Rüdiger Warnecke von „R. W. Corner“ nach dem Auftritt: „Ein ganz tolles Publikum war hier, die haben zwei Stunden konzentriert und aufmerksam zugehört.“ Die herausragende musikalische Leistung des Quartetts, das Perlen wie „Old love“ (Eric Clapton), „Lady Madonna“ (Beatles), „Wild horses“ (Rolling Stones) oder „Have I told you lately“ (Van Morrisson) bot, untermauerten die Akteure von „Dorf-Kultur“ mit einem perfekten Sound und einem liebevoll gestalteten Bühnenbild – da bot das sonst eher nüchtern wirkende Mehrzweckhallen-Foyer plötzlich heimelige Club-Atmosphäre.

Party-Stimmung zum Mitgrölen und singen, Tanzbeinschwingen unter dem Kirchturm sobald nachlassender Regen das Heraustreten aus der Pavillonüberdachung es zuließ und feucht-fröhliche Bierrunden beherrschte das Geschehen auf dem Platz zwischen Evangelischer Dorf-Kirche und Restaurant „Markt 57“. Rund 120 Feierfreudige waren zu dem eintrittsfreien Konzertabend mit den Bands „Mir sin jeck“ und der Dabringhausener Cover-Rock-Band „Ten less two“ gekommen – bei gutem Wetter wären es mehr geworden, die Organisatoren um die federführenden Heiko Cürlis, Reinhard Albers und Reinhard Mrotzek sowie das „Markt 57“-Team hatten auf 200 gehofft. „Wir ziehen so etwas durch. Jetzt mussten halt Pavillons von Markus Kausemann her. Der Auf- und Abbau kostet uns jeweils fast Stunden extra“, sagte Heiko Cürlis im Gespräch mit unserer Redaktion und fügte mit einem Lachen hinzu: „Bei schönem Wetter kann jeder.“ Dass gerade die Mundart-Band „Mir sin jeck“ bei dem Publikum aus der Karnevalshochburg Dabringhausen gut ankam, war kein Wunder. „Wir hatten Spaß und die Leute hatten Spaß – das war alles zusammen sehr jeck“, freuten sich zwei der fünf „Mir sin jeck“-Musiker, Rene Böken und Marcel Koch, im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Regen würde vor allem bei den Technikern Stress verursachen.

Die kölschen Tön von „Mir sin jeck“ und den Party-Rock-Reigen von „Ten less two“, deren Auswahl von Melissa Etheridge-, „Sunrise Avenue“- über „Bon Jovi“- bis zu „Dire Straits“-Hits reichte, feierte ganz standesgemäß auch Katharina „Kathy“ Klaar, Leiterin der Tanzgarde Rut-Wiess Dabringhausen, die gleich auch einige Tanzmariechen aus ihrer Gruppe mitgebracht hatte: „Schön, dass nach dem Lockdown so etwas wieder möglich ist. Das ist genau meine Musik.“

Aus Wermelskirchen, Remscheid, Köln und Solingen war die Clique aus Diana Gaczoch, Sandra Klein, Timo Röttelbach, Simon Czeszyk, Sebastian Klein und Jennifer Bartetzko ins Dorf gekommen. „Mein zukünftiger Schiegervater Reinhard Albers organisiert den Abend ja mit und spielt Bass bei ‚Ten less two‘. Da war es klar, dass ich mithelfe und natürlich meine Freunde mitbringe“, sagte Timo Röttelbach.