Hückeswagen: Weltrekord für guten Zweck

Hückeswagen : Weltrekord für guten Zweck

Der Musikverein Dohrgaul will den Weltrekord im Marschmusik-Marathon brechen. Dazu muss er die Strecke, die über den Radweg durch Marienheide, Wipperfürth und Hückeswagen führt, in unter acht Stunden bewältigen.

Einen Marathon von 42,195 Kilometer zu laufen, ist schon eine Herausforderung. Der griechische Bote Pheidippides brach tot zusammen, nachdem er 490 v. Chr. von Marathon 42 Kilometer nach Athen gerannt war, um dort den Sieg der Griechen über die Perser zu verkünden. Ganz so schlimm wird es für die 68 Musiker des Musikvereins Dohrgaul nicht werden, wenn sie am Sonntag, 29. April, versuchen, den Marschmusik-Weltrekord über die Marathondistanz zu brechen.

30 Sekunden Pause

"Wir müssen während des Laufens musizieren, zwischen den einzelnen Märschen haben wir nur 30 Sekunden Pause", erklärt Lothar Vandenherz vom MV Dohrgaul. Dafür hat der Dirigent mit seinen Musikern 43 einfache Märsche einstudiert. "Man sollte allerdings keine musikalischen Höhenflüge von uns erwarten, wir laufen ja auch musizierend einen Marathon", fügt der Hückeswagener hinzu. Der Rekordversuch ist allerdings nicht nur Selbstzweck. Mit den Spendenerlösen wollen die Musiker ein Vereinsmitglied und dessen Familie unterstützen, der seit sieben Jahre im Wachkoma liegt (s. Info).

Eine treibende Kraft hinter dem Weltrekordversuch ist der Hückeswagener Jonas Sube. "Vor zwei Jahren haben wir uns überlegt, wie man den 100. Geburtstag des Musikvereins feiern könnte", erklärt der Student, der Mitglied des Musikvereins ist. "Da haben wir aus Spaß vorgeschlagen, dass man versuchen könnte, den Marschmusik-Weltrekord zu brechen."

Dafür haben die 68 Musiker fleißig trainiert. "Wir sind sogar von Wipperfürth gemeinsam nach Köln gelaufen", sagt Sube. Nach einem Kölsch bei Früh ging es dann per Bahn wieder zurück. Außerdem sind die Musiker die vergangenen vier Monate ins Fitnessstudio gegangen. Denn fit müssen die Musiker für den Marathon schon sein. "Um den Rekord zu brechen müssen wir einen Schnitt von fast sechs Kilometer pro Stunden gehen", hat Sube ausgerechnet.

Den Startschuss am letzten April-Sonntag, um 7 Uhr, auf dem Schulhof in Wipperfürth-Ohl wird der Schlagersänger Chris Roberts geben. Von dort aus geht es über den Radweg zunächst nach Marienheide und dann zurück über Wipperfürth Richtung Hückeswagen. In der Schloss-Stadt werden die Musiker gegen 13.25 Uhr am Bergischen Kreisel erwartet. Von dort marschieren sie zum Ziel am Marktplatz in Wipperfürth, wo die Rekordbrecher um 14.45 Uhr eintreffen sollen.

Buntes Rahmenprogramm

Dort erwartet die Besucher den ganzen Tag über ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Zauberern und Stände mit Essen und Getränken. Die Einnahmen aus dem Rahmenprogramm werden ebenfalls gespendet.

(RP)
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