Weiter Ärger um Lärmbelästigung auf der Kreisstraße 5

Fachausschuss : Weiter Ärger um Lärmbelästigung an der Kreisstraße 5 bei Westhofen

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Willi Endresz berichtete im Planungsausschuss über die Situation an der K 5 bei Westhofen. Die Anwohner seien zunehmend vom Lärm genervt. Die Rede ist sogar von finanziellen Verlusten, weil Mieter weggezogen sind.

Einmal mehr ging es in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses um das leidige Thema Lärmbelästigung durch Schwerlastverkehr an der K 5 bei Westhofen. Angesprochen wurde es vom Stadtverbandsvorsitzenden der CDU, Willi Endresz. Der wiederum sei von mehreren Anwohnern wiederholt darauf angesprochen worden. „Die Situation wurde mir als zunehmend unerträglich geschildert. Die Anwohner sprechen von finanziellen Verlusten, weil Mieter weggezogen seien, und auch von Beschädigungen auf und neben der Straße. Um es mal so zu sagen: Sie würden es sehr begrüßen, wenn die Umgehungsstraße endlich realisiert werden würde“, sagte Endresz. So sei ihm von einer Betonpalisade berichtet worden, die durch den Schwerlastverkehr regelrecht weggedrückt worden sei.

Bürgermeister Dietmar Persian sagte, dass er das Problem kenne und auch schon mit den Anwohnern selbst vor Ort gesprochen habe. „Ich war mehrfach dort, auch mit Mitarbeitern des Kreistiefbauamts“, sagte der Bürgermeister. Der Kreis hingegen sage, dass die Schäden auf den Straßen gering seien. Es sei klar, dass eine Entlastung erst die bereits seit Jahrzehnten geplante Umgehungsstraße bringen könne. Diese werde durch einen nistenden Rotmilan verhindert, für den es keine Ausgleichfläche gebe. Daher stehe das Planfeststellungsverfahren still. Damit dieses beschleunigt werde, sei Persian vor einigen Wochen gemeinsam mit Peter Biesenbach im Verkehrsministerium in Düsseldorf gewesen: „Dort hat man uns zugesichert, dass das Verfahren beschleunigt werde. Sie können sich sicher sein, dass wir den Druck aufrechterhalten werden“, sagte Persian.

Mit der Umgehungsstraße würden indes längst nicht alle Probleme der Anwohner aus der Welt geschaffen werden, glaubt Cornelia Päper von der CDU. „Man sollte sich darauf einstellen, dass dadurch nicht plötzlich alles ganz leise werden wird. Ich befürchte viel eher, dass wir uns mit der Umgehung eine Rennstrecke einfangen werden.“

Bauamtsleiter Andreas Schröder hielt dem entgegen, dass es durch geeignete Maßnahmen zum Lärmschutz an den Häusern zumindest im Inneren deutlich leiser werden würde. Schröder wies ebenso zurück, dass der Schwerlastverkehr bewusst von den Navigationsgeräten über die Kreisstraße 5 geführt würde, weil die Stadt diese Strecke als sogenannte Vorrangroute für Lastkraftwagen angegeben habe. „Das Gegenteil ist der Fall. Wir haben in der Verwaltung der Politik vorgeschlagen, den Kartenherstellern die B 237 als Vorrangroute anzugeben“, sagte Schröder.

(wow)
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