Weihnachten im Schuhkarton: was rein darf und was nicht

Weihnachten im Schuhkarton : Vieles ist erlaubt, manches allerdings nicht

Für den Inhalt der Päckchen sind einige Vorschriften zu beachten. Vor allem bei den Dingen, die nicht hinein dürfen, sollte sich jeder penibel an die Vorgaben halten.

Wer einen Schuhkarton samt Inhalt spenden möchte, kann dort im Grunde genommen hinein packen, was er möchte. „Allerdings gibt es Ausnahmen, die unbedingt zu beachten sind“, stellt Silke Wolff klar, die die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Hückeswagen koordiniert.
Das ist erwünscht Kleidung und Accessoires wie Mütze, Schal, Handschuhe, Socken, Pullover, Selbstgestricktes und/oder -gehäkeltes, Bastelarbeiten, Sonnenbrille und Haarspange; Spielzeug wie Autos, Springseil, Puzzle, Jojo und Knete; Hygieneartikel wie Zahnbürste und Zahnpasta, Handcreme, Waschlappen und Handtuch, Kamm oder Haarbürste und (auslaufsicher verpacktes) Duschgel; Süßigkeiten, die ein Mindeshaltbarkeitsdatum bis März 2020 haben, wie Gummibärchen, Vollmilchschokolade, Traubenzucker und Lollies; Schulmaterialien wie Buntstifte mit Spitzer oder Federtasche, Blöcke (A 5), Malbücher, Solartaschenrechner, Malkasten und Pinsel; „Wow“-Geschenke wie Puppe oder Kuscheltier, Fußball mit Pumpe, Tischtennisschläger und -bälle, Musikinstrument, Schuhe. Schön wären auch persönliche Grüße und ein Foto des Schenkenden.
Nicht erlaubt sind dagegen gebrauchte Gegenstände/Kleidung, Zerbrechliches, Lebensmittel, Süßigkeiten mit Nüssen sowie Lebkuchen, Popcorn, Müsliriegel etc., Literatur, Flüssigkeiten (zum Beispiel Seifenblasen), gefährliche oder Angst auslösende Dinge wie etwa Kriegsspielzeug und Spielzeugpistolen. „Ungeeignete Gegenstände werden aussortiert und gegebenenfalls durch andere Sachspenden ersetzt“, heißt es in dem Flyer der Aktion.

Auch sind diese Dinge aufgrund der Zollbestimmungen in den unterschiedlichen Empfängerländern und aus Respekt vor der Glaubwürdigkeit der verteilenden Kirchengemeinden nicht gestattet. Denn sollte beim Zoll auch nur ein Päckchen den Einfuhrbestimmungen nicht entsprechen, „bleibt die gesamte Ladung stehen“, betont Silke Wolff. Um diese dann frei zu bekommen, müsste der Verein viel Geld zahlen. So behält er sich das Recht vor, die Kartons zu kontrollieren. Werden zollrechtlich unzulässige Gegenstände entdeckt, werden sie entnommen und an wohltätige Zwecke in Deutschland geleitet.

(büba)
Mehr von RP ONLINE