Was tun bei Schäden durchs Osterfeuer? Tipps von Hückeswagener Versicherungsexperten

Osterfeuer : Wenn Brauchtum zu Schäden führt

Was tun, wenn es durch ein außer Kontrolle geratenes Osterfeuer oder durch Funkenflug zu Schäden gekommen ist? Der Hückeswagener Versicherungsexperte Karl-Jürgen Huhn gibt Tipps für den Notfall parat.

55 bei der Stadt angemeldete Osterfeuer werden an diesem Wochenende in Hückeswagen entfacht. „Neben einer guten Absperrung zum Schutz der Zuschauer und dem Freihalten von Wegen für die Gefahrenabwehr sind dann auch noch einige Versicherungsfragen zu klären“, sagt der Hückeswagener Karl-Jürgen Huhn, Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Vereine sollten ihre Betriebs- oder Veranstalterhaftplicht-Versicherung überprüfen, ob das Entfachen von Osterfeuern abgedeckt ist. rät er. Schließlich sei so ein Großfeuer nicht nur schaurig-schön anzusehen, sondern es könnten auch durch unvorhergesehene Ereignisse, wie eine plötzliche Windböe oder zu neugierige Zuschauer, hohe Personen- und Sachschäden entstehen.

Werden Privatpersonen geschädigt, beispielsweise durch Sengschäden an der Kleidung, ist die eigene Hausratversicherung zuständig. „Bei Feuern tritt sie nämlich auch als eine Außenversicherung auf“, erläutert Huhn. Wichtig für den Schadenersatz ist, dass Schäden zügig dem betreuenden Versicherungskaufmann im BVK gemeldet würden. „Neuere Policen decken auch Brandlöcher an der Kleidung ab, wenn der Zusatz ,Sengschäden’ vereinbart ist“, versichert der Experte.

Sind etwa das eigene Haus und fest eingebaute Markisen in Mitleidenschaft gezogen worden, ersetzt die eigene Gebäudeversicherung den Schaden in Höhe der Reparatur oder zum Neuwert. „Auch die eigene private Unfallversicherung kann helfen, wenn man selbst verletzt wurde“, teilt Huhn mit. „Sie konzentriert sich auf körperliche Schäden und beinhaltet viele Hilfen, wenn man dauerhafte Beeinträchtigungen erleidet.“

(büba)
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