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Wanderfreude trotz Corona-Pandemie in Hückeswagen

Aktiv sein in Hückeswagen : Wanderfreude trotz Corona-Pandemie

Zum Jahresende ging die Wandergruppe Dhünn traditionell auf ihre Silvesterwanderung. Das Jahr war wegen Corona nicht einfach, viele Wanderungen mussten ausfallen. Auch neue Mitglieder für die Gruppe werden jetzt gesucht.

Das Wetter rund um den Jahreswechsel kann man nur mit ganz viel gutem Willen als durchwachsen bezeichnen. Einen sprichwörtlichen Lichtblick gab es am Silvestertag – was der Wandergruppe Dhünn für ihre Jahresabschlusswanderung sehr gelegen kam. Das Motto lautete „Neues Jahr ist morgen!“ – und an die 25 Wanderfreunde waren zum Treffpunkt am Restaurant Hofgarten an der Kölner Straße gekommen, um von dort auf die letzte der ursprünglich elf für das abgelaufene Jahr geplanten geführten Wanderungen aufzubrechen. „Von den elf Wanderungen konnten wegen Corona leider nur sechs stattfinden. Bis Mai mussten wir alles absagen“, sagte Joachim Kutzner, Vorsitzender der Wandergruppe Dhünn, die im Deutschen Volkssportverband (DVV) organisiert ist.

Die Gruppe hatte es im zweiten Corona-Jahr nicht leicht. Nicht nur wegen der ausgefallenen Wanderungen, auch sei die Zahl der Teilnehmenden zurückgegangen. „2020 waren es noch durchschnittlich 33, im jetzt abgelaufenen Jahr war es etwa ein Drittel weniger“, sagte Kutzner. Man merke eben doch, dass viele Menschen noch Angst vor einer Ansteckung hätten und daher auch Aktivitäten im Freien meiden würden, die in der Gruppe stattfänden. Nicht zuletzt würde sich das auch in der Vereinskasse bemerkbar machen – sowohl in jener der Wandergruppe als auch in der des DVV. „Es gibt eine Startgebühr von drei Euro, zwei bleiben beim Verein, einer geht an den DVV“ sagte Kutzner. Mit enthalten sei in der Startgebühr eine Unfallversicherung auf der ganzen Wanderstrecke und eine Startkarte. Damit können die Wanderer ihr Wanderheft befüllen. „Während einer Pause stemple ich die Karten ab – damit kann man dann das Wanderheft ergänzen. Auf diese Weise hat einer unserer Wanderer, er kommt aus Hagen, bereits über zweimal die Welt umwandert – er ist derzeit bei 85.000 Kilometern“, sagte Kutzner. Die Wanderrouten würden für jedes Jahr geplant und beim DVV eingereicht, so dass sie im Jahresprogramm mit aufgenommen werden könnten. Zum Jahresabschluss hatte Wanderführer und Vereinsvorsitzender Joachim Kutzner wie immer zwei unterschiedlich lange Strecken ausgewählt, die mit 11,5 und 7,5 Kilometern Länge durchaus überschaubar waren. Vom Start- und Zielpunkt am Restaurant Hofgarten ging es über den Wupper-Staudamm zur Pixberger Mühle, über Hummeltenberg, auf der langen Strecke ergänzt von einem Schlenker über Mitberg und Kormannshausen sowie den Wupperauen zurück zum Hofgarten. „Wir starten und enden immer an einer Einkehrmöglichkeit, das gehört zu den geführten Wanderungen einfach dazu“, sagte Kutzner.

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Die Stimmung unter den Wanderfreunden am letzten Tag des Jahres war gut. Was sicher auch am Wetter gelegen hatte. „Damit hatten wir ja tatsächlich Glück gehabt in diesem Jahr – wenn auch nicht mit viel anderem“, sagte Kutzner. Ob die Zahlen im neuen Jahr wieder steigen würden, bleibe abzuwarten. „Ich weiß nicht, ob wir die Leute als Wanderer tatsächlich verloren haben oder ob sie mit Normalisierung der Corona-Lage zurückkommen“, sagte Kutzner. Im Moment habe die Wandergruppe Dhünn nur noch zehn aktive Mitglieder. „Wir freuen uns über jeden, der gerne bei uns mitmachen möchte“, betonte Kutzner. Wer nicht in der Gruppe wandern wolle, könne übrigens auch einen der drei permanenten Wanderwege nutzen, die von der Wandergruppe Dhünn etabliert wurden. „Zwei davon befinden sich in Hückeswagen, der Startpunkt ist am Restaurant Beverblick, der dritte ist in Schloss Burg“, sagte Kutzner. Iris Kausemann ist passionierte Wanderin, wenngleich nicht in der Wandergruppe Dhünn als Mitglied aktiv. „Mich interessieren aber die geführten Wanderungen auch vom geschichtlichen Aspekt her, deswegen gehe ich immer gerne mit“, sagte sie, kurz bevor es losging. Außerdem würden sich die Wanderführer in Hückeswagen immer besonders viel Mühe mit der Ausarbeitung der Strecke geben. „Und die Silvester-Wanderung gehört zum Jahresabschluss dazu“, sagte Iris Kausemann und lachte.

Pascal Ullrich hingegen ist Mitglied in der Wandergruppe. „Ich wandere aktiv seit 2019 – und dann hauptsächlich auf Langstrecken, etwa ab der Marathon-Länge“, sagte Ullrich. Auch er lobte die Wanderführer. „Sie haben immer richtig gute Ideen“, sagte er.