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Viele Kaufinteressenten fürs Haus Hammerstein in Hückeswagen

Lebenshilfe NRW in Hückeswagen : Viele Kaufinteressenten fürs Haus Hammerstein

Seit drei Monaten steht das Tagungshotel an der Wupper-Talsperre leer. Doch noch immer kommen Anfragen von Investoren. Mittlerweile haben sich drei Favoriten herauskristallisiert, mit denen die Lebenshilfe NRW in den kommenden Wochen konkrete Gespräche führen wird.

Seit drei Monaten steht das Gebäude leer. Die Lebenshilfe NRW hat im Juli nach mehr als 35 Jahren ihr Urlaubs- und Tagungshaus an der Wupper-Talsperre geschlossen. Zu teuer wären die dringend nötigen Sanierungen beim Brandschutz geworden. Auch die Corona-Krise machte der Lebenshilfe zu schaffen. Die Suche nach einen Investor begann.

„Eigentlich wollten wir ja einen Makler einschalten, aber das brauchten wir nicht“, sagt die Landesgeschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, Bärbel Brüning. „Denn nach der Berichterstattung in der BM hatten wir innerhalb von nur 48 Stunden schon so viele Interessenten.“ Für einige sei das Haus dann aber doch zu groß gewesen, so dass sich mittlerweile drei Favoriten herauskristallisiert hätten – darunter eine Trägergesellschaft, die im Haus Hammerstein ein Inklusionshotel eventuell in Kooperation mit der Lebenshilfe Bergisch Land eröffnen will. „Außerdem hat sich ein gemeinnütziger Träger aus der Altenhilfe gemeldet, dem im weitesten Sinne ein Tagungs- und Bildungshotel vorschwebt“, berichtet Bärbel Brüning. Ein Privatinvestor wolle ebenfalls soziale Belange in dem Haus umsetzen und könnte sich das attraktiv gelegene Haus Hammerstein als neues Domizil vorstellen, vielleicht auch als Stiftung.

„Das sind alles gute Kandidaten, mit denen wir nun in den kommenden Wochen und Monaten konkrete Gespräche führen werden“, kündigt Bärbel Brüning an. Die Angebote und Ideen würden sehr gut klingen und seien positiv zu bewerten. Mit der Stadt Hückeswagen und der Bauaufsicht teile man das gemeinsame Interesse, dass es eine gute Zukunft für das Haus Hammerstein geben soll. „Und es gibt noch immer Interessenten, die sich bei uns melden“, sagt die Landesgeschäftsführerin. Die Lage des Hauses sei ja nun mal auch unglaublich, da seien wirklich alle begeistert. „Wir sind auf einem guten Weg, das sieht wirklich gut aus“, sagt Bärbel Brüning. Nicht verstehen kann sie dagegen die Kritik eines Spaziergängers, der monierte, das Haus würde zusehends verfallen, und außerdem würden die Boote kreuz und quer am Bootssteg hinterm Haus liegen. „Einen Verfall zu beschreiben, halte ich doch für mehr als übertrieben. Nach wie vor kümmert sich der Hausmeister um das Haus“, sagt Bärbel Brüning. Und da die Lebenshilfe immer wieder Führungen für mögliche Investoren durch das Haus anbiete, werde sich auch weiter um das Haus gekümmert.

Und dass die Boote kreuz und quer liegen, sei auch nichts Ungewöhnliches, da es mit unterschiedlichen Wasserständen zu tun habe, wie sie liegen. „Für uns ist das Haus Hammerstein weiter voll im Schuss und könnte seinen Betrieb sofort wieder aufnehmen“; sagt die Landesgeschäftsführerin.