Hückeswagen: Vergessene Kabelbinder von der Bundestagswahl stören

Hückeswagen: Vergessene Kabelbinder von der Bundestagswahl stören

Die Bundestagswahl ist schon eine Weile her - genau genommen: mehr als 20 Wochen. Und doch sind im Stadtgebiet immer noch vereinzelt die Hinterlassenschaften des Wahlkampfs zu entdecken. Wie an der Rader Straße, wo an mehreren Laternenmasten die Kabelbinder der Wahlplakate hängen. Und das stört Margret Offermann.

"Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich daran vorbei gehe", sagt die Hückeswagenerin am Bürgermonitor unserer Redaktion. Denn für die gehbehinderte Frau, die auf einen Rollator angewiesen ist, sind die in den Weg hineinragende Plastikkabel ein Hindernis, zumal auf dem Bürgersteig auch noch Autos parken dürfen. Dann ist es schwierig für Margret Offermann, an den Wahl-Hinterlassenschaften vorbeizukommen. Sie argumentiert: "Wer etwas an den Laternen anbringt, kann es auch wieder beseitigen."

Das sieht auch Roland Kissau so - der Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts allerdings aus behördlicher Sicht. Er bestätigt auf Anfrage: "Eigentlich sind die Parteien verpflichtet, ihre Wahlwerbung zu entfernen." Eine Woche nach der jeweiligen Wahl haben die Parteien dazu Zeit, ansonsten kann die Stadt ihnen die Kosten dafür in Rechnung stellen. Entfernt werden müssen dann natürlich auch die Kabelbinder, mit denen die Plakate an den Laternenmasten befestigt sind.

In diesem Fall wird sich wohl der Bauhof darum kümmern - Kissau will den Auftrag dazu erteilen. Die Kosten dafür jedoch zahlt die Stadt, denn: "Wir können nicht nachhalten, welche Partei an welchem Laternenmast plakatiert hat", betont Kissau.

(büba)