Polizei: Verdacht auf "Gaunerzinken" am Zaun

Polizei: Verdacht auf "Gaunerzinken" am Zaun

Ein Hausbesitzer entdeckt eine seltsame Markierung am Zaun. Laut Polizei erweist sich der vermeintliche Gaunerzinken als harmlos, sie rät dennoch zur Wachsamkeit.

Als der Hückeswagener kurz vor dem Jahreswechsel in sein etwas abgelegenes Haus zurückkehrte, entdeckte er etwas, was dort nicht hingehörte: einen gelben Punkt am Zaun. Im Gespräch mit unserer Redaktion zeigte sich der Mann (der Name ist der Redaktion bekannt) sicher, dass es sich dabei um einen Gaunerzinken handelt.

Dabei handelt es sich gewissermaßen um die "Geheimsprache" der Einbrecher: So markieren Kriminelle immer noch Häuser mit Kreidezeichen. Die Gaunerzinken - etwa Kreuze, Kreise, Striche oder Wellenlinien - verraten etwa, ob und was in der Wohnung an Beute zu holen ist. Sie warnen aber auch vor bissigen Hunden oder aufmerksamen Nachbarn.

Was der Hückeswageners als möglichen Hinweis von Einbrechern erachtet hatte, stuften die herbeigerufenen Polizisten jedoch als unverdächtig ein. Das bestätigte gestern Polizei-Sprecherin Monika Treutler auf Anfrage. Es gebe auch keine Hinweise, dass in der Region vermehrt Gaunerzinken zu sehen seien. "Für uns ist das hier im Oberbergischen Kreis ohnehin kein Thema", betonte die Polizei-Sprecherin.

  • Polizeieinsatz in Münster : Mann verwechselt Segensgruß mit Gaunerzinken

Dennoch nutzte sie den Vorfall, um an die Aufmerksamkeit aller Hauseigentümer und Mieter zu appellieren: Wer etwa Verdächtiges entdecke, sollte die Polizei informieren. "Lieber einmal zu viel anrufen", rät Monika Treutler. Auch wenn nicht jedes Zeichen ein Gaunerzinken sei, so komme die Polizei doch heraus und schaue es sich an.

Überhaupt gilt: Aufmerksamkeit - auch und vor allem der Nachbarn - hilft, Einbrüche zu verhindern. Denn wenn Einbrecher sich beobachtet fühlen, machen sie einen Bogen um das auserkorene Objekt. Der Notruf 112 der Polizei ist kostenfrei.

(büba)