Hückeswagen: Vandalismus und Diebstahl in der Stadt

Hückeswagen: Vandalismus und Diebstahl in der Stadt

Beschmierte Buswartehäuschen, eine Mauer voller Graffiti, mutwillig zerstörte Schilder, und vor einem Mehrfamilienhaus werden Blumenkästen gestohlen - in Hückeswagen sind aktuell Rowdys unterwegs. Die Wiederherstellung ist teuer.

Schmierereien an Wänden verbindet man eher mit Großstädten. Aber auch eine kleine Stadt wie Hückeswagen bleibt von dieser Unsitte offenbar nicht verschont. So haben Unbekannte, vermutlich am letzten März-Wochenende, unter anderem die Friedhofsmauer mit Graffiti verunstaltet. Auch auf der nahen Bank am Weierbach, die erst im vorigen Jahr durch den Ein-Euro-Verein aufgestellt worden war, sind Farbspuren zu entdecken. Heftig wird's indes, wenn man den Fußweg in Richtung Beethovenstraße hinauf und um die Ecke zum Friedhofseingang geht: Großflächig ist die Natursteinmauer des als "Kämpchen" bekannten Friedhofs mit unleserlichen Schriftzeichen besprüht worden.

Schmierereien am Wartehäuschen nahe der Stadtbibliothek. Foto: Stephan Büllesbach

"Es kommt immer wieder an verschiedenen, einzelnen Stellen zu solchen Graffiti-Sprühereien", sagt Bauamtsleiter Andreas Schröder auf Anfrage unserer Redaktion. Aber dieses Mal sind die Täter weiträumiger in der Stadt unterwegs gewesen." So gebe es noch an weiteren Stellen in der Altstadt vergleichbare Graffiti. Zwar könne man nicht mit Sicherheit sagen, dass sie von den gleichen Tätern stammen, eine gewisse Ähnlichkeit lege dies aber nahe, sagt Schröder. Beschmiert wurde beispielsweise das Buswartehäuschen an der Stadtbibliothek, und auch das als altes Wohnzimmer besprayte Wartehäuschen an der Bahnhofstraße wurde wieder bekritzelt.

Im Wohngebiet Waag wurden zwei schwere Blumenkübel gestohlen. Foto: Wistorf

Es ist indes nicht nur das schäbige Aussehen dieser "Kunstwerke", das Schröder ärgert: "Es ist ein Riesenärgernis, denn das Entfernen kostet uns eine Menge Geld." Wenn die Kollegen vom Gebäudemanagement zum Reinigen der Wände hinausmüssten, gehe es direkt um vierstellige Summen: "Die sind ja nicht in zehn Minuten fertig - und rücken auch im Trupp und nicht alleine aus", betont Schröder. Abgesehen davon sei die Reinigungsaktion für die alten Natursteine nicht gerade schonend: "Wenn man da mit scharfen Chemikalien oder harten mechanischen Methoden rangehen muss, dann tut das den Steinen nicht gut."

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Ermittlungserfolgs eher gering ist, hat die Stadt, wie in solchen Fällen üblich, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstellt. Man sei auf die Aufmerksamkeit der Bevölkerung angewiesen, sagt Schröder: "Wer etwas beobachtet hat, möge sich bitte an die Polizei wenden."

Sauer ist auch Stephanie Wistorf. Sie teilte jetzt mit: "Da versucht man, es sich selbst und anderen ein bisschen schön zu machen, da wird man doch gleich wieder enttäuscht und ist wütend." Hintergrund: Die Nachbarn eines Mehrfamilienhauses von Waag nahe des neuen Kreisverkehrs hatten im Zug einer Verschönerungsaktion zwei kleine Blumenkübel mit Buchsbäumchen aufgestellt, "die wir sogar mit Pflastersteinen im Kübel beschwert haben". Anfang März war das, jetzt sind sie weg.

Die Hückeswagenerin meint: "Ich denke, dass jemand mit einem Auto vorgefahren ist und die Kübel eingeladen hat." Schließlich seien die zu schwer gewesen, um weggeschleppt zu werden. Beobachtet habe das im Haus jedoch niemand, beobachtet.

Auch Stephanie Wistorf hat diesen Vorfall bei Polizei zur Anzeige gebracht. Sie ist nicht nur wütend, sondern auch unsicher, "was die Sicherheit meiner Wohnung im Erdgeschoss betrifft".

Was Mit einem Ampelsystem wird der aktuelle Status eines Anliegens beurteilt. Rot heißt in diesem Fall: Noch keine Lösung.

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(RP)