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US-Feuerwehrwagen wird zu Vöpels Kaffeebar

Sammlung : Feuerwehrwagen wird zur Kaffeebar

Auf dem Hof von „Vöpel’s Greenhouse“ in Junkernbusch ist ein zweites historisches US-Feuerwehrfahrzeug aus Washington eingetroffen. Das Fahrzeug soll nun umgebaut und in Zukunft bei Events eingesetzt werden.

Vor genau einem Jahr hatte Thomas Vöpel, der mit seinem Bruder Stefan das „Vöpel’s Greenhouse“ in Junkernbusch betreibt, ein Leuchten in den Augen. Zwei Jahre hatte der Radevormwalder im Internet nach einem alten amerikanischen Feuerwehrfahrzug gesucht und es schließlich gefunden. Das Einsatzfahrzeug ist mittlerweile zu einem Bierlöschzug mit zwei Zapfhähnen, Kühlanlage und Markise umgebaut und versieht zusammen mit den großen BBQ-Trucks seinen Dienst auf Veranstaltungen und Stadtfesten.

Nun steht ein ähnliches Gefährt der Marke „American LaFrance“ auf dem Hof in Junkernbusch. Der V8 mit Baujahr 1953 ist nochmal 25 Jahre älter, aber trotz der Einsätze im Löschdienst bestens erhalten. Zuletzt wurde das Feuerwehrauto aus dem Staat Washington als Paradefahrzeug eingesetzt. Die original Messingglocke ist ebenso vorhanden wie Ansauger, Pumpenaggregate und zwei zweischneidige Äxte. „Sie sind sogar noch scharf“, sagt Thomas Vöpel und fügt hinzu: „Eigentlich stand ein weiteres Fahrzeug gar nicht auf der Agenda, aber ich habe aus Gewohnheit weiterrecherchiert.“ Der Feuerwehrwagen war ein Schnäppchen, der Transport dafür teurer als der Kaufpreis. Die meisten Autos werden von der Ostküste von Baltimore aus verschickt. Der V8-Benziner kam jedoch auf dem Landweg von Cowiche bis nach Tacoma, wurde dort auf ein Schiff verladen und gelangte durch den Panamakanal bis nach Bremerhaven. Dort holte Vöpel das Fahrzeug mit dem Tieflader ab. Auch dieses historische Schätzchen soll zu einem Konzeptauto umgebaut werden. Zunächst muss das Feuerwehrauto mit dem H-Kennzeichen für Oldtimer aber durch den TÜV. „Wir wollen den ja auch auf die Straße kriegen“, sagt Vöpel mit Vorfreude. Mit dem Bierlöschzug hat der Geschäftsmann bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Der Wagen passe zum Gesamtkonzept der Event-Firma und ist ein Hingucker auf jeder Veranstaltung. Zuletzt war der Wagen im Emsland im Einsatz. Während das Fahrzeug auf dem Hinweg per Tieflader transportiert wurde, fuhr Thomas Vöpel ihn die 250 Kilometer ohne Transporthilfe zurück. „Das ging ohne Probleme, er ist nur sehr laut“, berichtet er und lacht. Immerhin ist der 40 Jahre alte Wagen schon mit Servolenkung ausgestattet. „Für seine Zeit war das schon eine moderne Technik“, betont der stolze Besitzer.