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Umkämpfte Partien beim Futsal-Turnier in Hückeswagen

Stadtsportverband : Umkämpfte Partien beim Futsal-Turnier

Zum 19. Mal richtete der Stadtsportverband einen Hallenfußball-Wettstreit in der Sporthalle der Montanus-Schule für Menschen mit und ohne Behinderung aus. Das Team der RBS Hückeswagen sicherte sich am Ende den Sieg.

Einige torreiche Spiele, engagiert umkämpfte Partien und ein spannendes Finale prägten die 19. Auflage des Futsal-Turniers des Hückeswagener Stadtsportverbandes. Inklusion, das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, Geselligkeit sowie das bessere Kennenlernen waren dazu gewünschte Nebeneffekte. Vier Mannschaften mit Kickern unter anderem aus Hückeswagen, Remscheid, Wermelskirchen und Radevormwald traten in der offiziellen FIFA-Hallenfußball-Variante mit fünf Feldspieler sowie einem Torwart („fliegender Wechsel“) gegeneinander an.

Den Turniersieg sicherte sich das Team der Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft (RBS) Hückeswagen im Finale gegen die Lebenshilfe-Werkstatt-Mannschaft II aus Wermelskirchen. Nach der regulären Endspielzeit von zwölf Minuten stand es 1:1, das entscheidende Tor fiel im Sieben-Meter-Schießen, bei dem je drei Schützen auf das Tor zielten.

„Wir haben damals eine Mannschaft gegründet, hatten drei Bälle, aber keine Spieltermine. Damit es eine Möglichkeit zum sportlichen Wettbewerb gab, haben wir dann das Turnier ins Leben gerufen“, erinnerte sich Detlef Kietzmann, der auch beruflich mit Menschen mit Behinderung arbeitet, das Turnier für den Stadtsportverband (SSV) Hückeswagen organisiert und selbst in der SSV-Auswahl mitspielte, an die Anfänge. Einer seiner Mitstreiter, Thomas Göbbels, fungierte beim Turnier als Schiedsrichter. Beide lobten den fairen Umgang der Spieler untereinander: „Natürlich kochen manchmal die Emotionen hoch. Aber ein Eckball wird hier als solcher zugegeben und zugelassen.“ Bewusst hätten die Organisatoren den Rahmen des Turniers in all den Jahren nicht verändert oder vergrößert, berichtete Detlef Kietzmann: „Es soll nicht zu unübersichtlich werden und Raum für den persönlichen Kontakt bleiben.“

Für die Mannschaft I der Wermelskirchener Lebenshilfe-Werkstatt stand Benedikt Kötter im Tor. „Das Zusammensein mit den anderen Teams macht Spaß und das Spielen sowieso. Wir sind auf dem Spielfeld Gegner, aber nach dem Spiel pflegen wir einen freundschaftlichen Umgang“, freute sich der Torwart. Gerade für die Menschen mit Behinderung, die im Alltag im üblichen Mannschaftssport kaum eine Chance hätten, sei das Turnier ein Highlight. „Seit mehreren Wochen ist der Termin das Hauptthema aller Gespräche“, stellte Kietzmann fest.

Beim Turnier spielten in der Vorrunde alle Mannschaften gegeneinander. Nach Punkten sortiert folgten ein „kleines“ Finale (SSV Hückeswagen gegen Lebenhilfe-Werkstatt Wermelskirchen I: 4:2) sowie das „große“ Finale (RBS Hückeswagen gegen Lebenhilfe-Werkstatt Wermelskirchen II: 2:1). Die torreichste Partie mit einem Endstand von 6:6 war das Spiel der beiden Lebenshilfe-Mannschaften gegeneinander in der Vorrunde – durchschnittlich ein Tor pro Spielzeitminute.