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Hückeswagen: Umbau der K 5 am Damm noch in 2017

Hückeswagen : Umbau der K 5 am Damm noch in 2017

Nach dem am Mittwoch mit sehr großer Mehrheit gefassten politischen Beschluss soll es nun zügig gehen mit dem Umbau der Kreisstraße 5 am Beverdamm. Der Oberbergische Kreis startet jetzt die Ausschreibung der Bauarbeiten.

Nach polizeilichen Statistiken ist die Kreisstraße 5 zwischen Beverdamm und Oberlangenberg kein Unfallschwerpunkt. Die Verkehrssituation dort ist dennoch aus Sicht der Kreisverwaltung gefährlich, denn: Alle, die zum Damm fahren - ob nun mit dem Auto oder dem Motorrad -, müssen die bei schönem Wetter stark befahrene Straße überqueren, um von den Parkplätzen am Fahrbahnrand aus auf die andere Seite ans Bever-Ufer zu kommen. Der Gehweg an der Ufer-Seite ist schmal und provisorisch angelegt. Auf den Leitplanken, die ihn von der Straße trennen, sitzen bei schönem Wetter Besucher der Talsperre, überwiegend Biker - mit den Beinen auf der Fahrbahn.

Das soll sich nun ändern: Bei nur einer Gegenstimme hat der Kreisbauausschuss am Mittwochabend den Umbau der K 5 auf einer Länge von etwa 220 Metern ab dem Staudamm in Richtung Oberlangenberg beschlossen. Der Hückeswagener Planungsausschuss hatte ihm das zuvor in der gemeinsamen Sitzung beider Gremien im Gemeindezentrum Lindenberg einstimmig empfohlen. Auch die Stadt stehe voll hinter dem Straßenbauprojekt, sagte Bürgermeister Dietmar Persian.

Die Grundzüge der Umbau-Planung erläuterte Kreisdezernent Uwe Stranz in der öffentlichen Sitzung, an der etwa 50 Zuhörer teilnahmen. Übergeordnetes Ziel sei es, Straße und Aufenthaltsflächen klar gegeneinander abzugrenzen. Das Überqueren der Fahrbahn soll überflüssig werden. Um das zu erreichen, wird die Straße zum Hang hin verschwenkt. Dazu wird der Seitenstreifen genutzt, auf dem sich heute die Biker treffen und der als Parkfläche auch für Autos dient. Ausgleich wird auf der anderen Straßenseite, am Bever-Ufer, geschaffen. Dort werden neue Aufenthaltsflächen für Biker und Badegäste entstehen, außerdem Parkplätze. Der Park-Raum für Fahrzeuge wird kleiner als bisher, wird laut Stranz aber besser nutzbar sein, so dass am Ende genauso viele Fahrzeuge dort abgestellt werden können wie bisher auf der anderen Seite der Straße. Wesentlich erweitert wird gegenüber den derzeitigen Verhältnissen die Aufenthaltsfläche am Wasser.

Die K 5 wird durch den Umbau schmaler und kurviger. Gerade im Begegnungsverkehr sind Kraftfahrer dadurch gezwungen, langsam zu fahren. Aufpflasterungen in der Fahrbahn, wie sie die Bürgerinitiative gegen den Motorradlärm in der Sitzung erneut forderte, wird es aber nicht geben. Das sei für klassifizierte Straßen (Kreis-, Landes- und Bundesstraßen) nicht zulässig, hieß es.

Der Straßen-Umbau soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Im zweiten Bauabschnitt wird ab 2018 entlang der Kreisstraße zwischen Kleineichen und dem Damm zumindest ein befestigter Randstreifen angelegt werden, besser noch ein Geh- und Radweg. Bislang können Fußgänger und Radfahrer nur die Fahrbahn nutzen - ein gefährliches Unterfangen auf der kurvigen Straße zum Damm.

Von den Politikern abgelehnt wurde in der Sitzung ein Vorschlag von Bürgern zu einem alternativen und preisgünstigeren Umbau. Grund: Die Alternative sieht nur die Erweiterung der Park- und Aufenthaltsflächen im Bereich des jetzigen Biker-Treffs vor. Aus Sicht von Politik und Verwaltung blieben die Verkehrsprobleme auf der K 5 damit ungelöst.

(bn)