Hückeswagen: Übrige Parteien lehnen FaB-Antrag zur Bausatzung geschlossen ab

Hückeswagen : Übrige Parteien lehnen FaB-Antrag zur Bausatzung geschlossen ab

Es wird keine Gestaltungssatzung für Hückeswagen geben. Ein entsprechender Antrag scheiterte, wie zu erwarten war, im Bauausschuss.

Ohne Chance war der Vorstoß der FaB, die in einem Antrag an die Stadt die Bildung eines Arbeitskreises beantragt hatte, der eine Bausatzung erstellen sollte. Die übrigen Fraktionen stimmten jetzt im Bauausschuss allesamt dagegen. Damit geht der Wunsch der kleinsten Ratsfraktion nicht in Erfüllung, dass in einer neuen Bausatzung – andere sprechen von einer Gestaltungssatzung – „die bauhistorischen Gegebenheiten der Stadt aufgenommen bzw. die neubaulichen Wünsche diesem bauhistorischen Stadtbild untergeordnet werden“.

Fraktionschefin Brigitte Thiel begründete noch einmal ihren Antrag: „Viele Leute regen sich auf über die kahlen Bauten auf dem Gelände des ehemaligen Schlosshotels“, sagte sie. Der Gestaltungsraum solle sich nicht nur auf die Altstadt beziehen, sondern weiter gefasst werden. So nannte Brigitte Thiel das Neubaugebiet „Eschelsberg“ im Brunsbachtal, bei dem auf Steingärten verzichtet werden sollte.

Doch der FaB-Antrag stieß durchweg auf Ablehnung. Für Architekt Jürgen H. Wustmann, sachverständiger Bürger für Denkmalangelegenheiten, ist eine neue Satzung „nicht nachvollziehbar. Wir sollten die Baukunst in der gesamten Stadt nicht bevormunden“, sagte er. Willi Endresz (CDU) stellte mit Blick auf die vorhandene Denkmalbereichssatzung klar: „Wir brauchen keine zusätzlichen Regularien und keine zusätzliche Bürokratie.“ Das schrecke Investoren nur ab. Auch Johannes Meier-Frankenfeld (SPD) und Jürgen Thiel (UWG) lehnten die von der FaB geforderten Satzung ab, die Letzterer als „strenges Korsett“ bezeichnete.

Was die Steingärten betrifft, betonte Bauamtsleiter Andreas Schröder, dass man diese durch den Bebauungsplan verhindern könnte und es dafür keiner Satzung bedürfe. „Und eine schlechte Architektur kann man ohnehin nicht mit einer noch so guten Satzung verhindern.“

(büba)