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Hückeswagen: TVW - 85 Jahre alt und trotzdem jung

Hückeswagen : TVW - 85 Jahre alt und trotzdem jung

Mit einem großen Show-Programm und Mitmach-Aktionen präsentierte sich der TV Winterhagen am Samstag beim Jubiläum in der Mehrzweckhalle.

Fünf Stunden Sport und buntes Treiben in der Mehrzweckhalle: Zum 85-jährigen Bestehen zeigte der Turnverein Winterhagen, welche vielfältige Palette an Sportangeboten er zu bieten hat. Von Step-Aerobic, Rückenschule und Trampolinspringen bis hin zum Zumba und Parkour — das Angebot ist vielfältig.

Die Zahl 85 ist kein typisches Jubiläum, für den Vorstand um Heike Mühlinghaus aber allemal Grund genug zu feiern: "Wir nehmen jede Festivität mit und nutzen die Gelegenheit, um uns zu präsentieren", sagte die Vorsitzende. Am späten Nachmittag zog sie ein Fazit: "Es war eine gelungene Veranstaltung, und wir haben uns gegenüber der Feier von vor fünf Jahren nochmal kräftig gesteigert.

Sich zu präsentieren und Mitglieder zu werben sei heutzutage lebensnotwendig für jeden Verein. Zudem habe sich das Vereinsleben im Laufe der Zeit gewandelt, betonte die Vorsitzende. "Früher ist vieles ehrenamtlich abgelaufen, heute ist der Verein eher ein Wirtschaftsbetrieb mit steigendem Kostenapparat." Mit mehr als 600 Mitgliedern und 30 Übungsleitern in 36 Riegen mauserte sich der ehemalige Landverein zum zweitgrößten Turnverein der Stadt.

Jürgen Löwy, Vorsitzender des Stadtsportverbands, lobte den Idealismus der Vereinsgründer 1928: "Ihr Mut hat sich gelohnt, und die Vision ist Wirklichkeit geworden. Das Sportangebot des TVW ist aus der Sportlandschaft nicht mehr wegzudenken."

TVW-Mitglied Heinz Weyer erinnerte sich noch gut an den Bau der Turnhalle 30 Jahre nach der Vereinsgründung. "Jeder von uns musste zwei oder drei Mark aus der eigenen Tasche zahlen, damit überhaupt die Baugenehmigung bezahlt werden konnte", sagte der 78-Jährige. Die Halle hätte nur mit viel Eigenleistung und Zuschüssen gebaut werden können. Vor dem Bau wurde in den Gaststätten "Koll" in Wiehagen und "Ludewigs" in Straßweg geturnt. "Im Winter war es eisigkalt, und wir mussten einen Kanonenofen mit Holz befeuern", sagte Weyer.

Kalt war es am Samstag nur für die Wandergruppe unter Leitung von Manfred Flosbach. Zum Jubiläum starten die Wanderer um 10 Uhr zu einer dreistündigen Tour, der sich auch andere Wanderer aus der Stadt anschlossen.

In der Halle ging es eine Stunde später los: Für die kleinen Gäste und Sportler war ein Drittel der Halle reserviert und mit einem Geräte-Pfad bestückt, der ausgiebig zum Klettern und Spielen genutzt wurde. Im Mittelteil der Halle bot der TVW ein Mitmach-Programm für Jedermann an. Einzelne Sportriegen luden zum spontanen Schnupperkursus ein (s. unten stehenden Bericht). Am Nachmittag startete dort das große Show-Programm. Das letzte Drittel der Halle nutzten die Trampolinturner, die nicht nur die größte Abteilung darstellen, sondern auch die meisten und bedeutendsten Erfolge aufzuweisen haben.

(heka)