TV-Moderator Marco Lombardo tritt im Hückeswagener Kultur-Haus Zach auf.

Konzert : Klassischer Songwriter mit melancholischen Liedern

„Lokalzeit“-Moderator Marco Lombardo ist auch Sänger. Als solcher trat er am Freitagabend wieder im Kultur-Haus Zach auf – bereits zum dritten Mal.

Viele der Künstler im Kultur-Haus Zach sind „Wiederholungstäter“. So auch der TV-Moderator und Sänger Marco Lombardo, der nicht zum ersten Mal in Hückeswagen zu Gast war. Bei seinem jüngsten Gastspiel am Freitagabend waren etwa 30 Besucher gekommen, die sich die teils melancholischen, aber immer melodischen Lieder des sympathischen Sängers anhören wollten.

Lombardo war der klassische Singer/Songwriter, der sich selbst auf der akustischen Gitarre begleitete und dementsprechend auf der Bühne nicht viel mehr als Gitarre und Stimme brauchte. Das reichte aber. Denn nicht nur hatte diese Stimme einen sehr angenehmen Klang, Lombardo weiß auch, wie gute Songs geschrieben werden. Dazu saß er auf seinem Barhocker und führte das Publikum durch sein Programm, das – vielleicht um ein paar weitere Instrumente ergänzt – durchaus auch im Radio laufen könnte. Dabei ging es, auch das wohl typisch für diese Art der Musik, immer melancholisch zu.

Etwa bei „Ich lad dich ein“, einem Lied, das sich mit dem Thema Schüchternheit befasst. Das Lied war zweisprachig gehalten. „Einen Teil des Texts habe ich mit meinem Papa ins Italienische übersetzt. Ich weiß aber schon, wovon ich singe. . .“, sagte Lombardo lächelnd. Passend dazu ging es auch musikalisch romantisch zu, was aber gut ankam. Genau wie „Leichtsinn“, bei dem einem nicht nur von der Phrasierung her Herbert Grönemeyer in den Sinn kam. Das Ganze war textlich zudem an die Art angelehnt, wie Grönemeyer seine Gedanken in Worte fasst. Das hatte seinen Reiz, was auch für andere Stücke, wie etwa „Du fühlst mich wohl“ galt. Das begann zunächst sehr melancholisch, entwickelte sich dann aber zu einem pfiffigen Song, bei dem man fast versucht war, mitzuklatschen.

Allerdings nur fast. Denn wie Lombardi anmerkte: „Sie sind so still, was ist denn los?“ Die Antwort kam prompt: „So sind die Hückeswagener halt.“ Dass das jedoch nicht so, sondern eben nur bei den eher ruhigen Songs der Fall war, zeigte sich etwa beim Mitsingpart von „Falsch“. Denn da war das Publikum durchaus lebendig und voll dabei.

(wow)
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