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Hückeswagen: Triebe gegen die Winterdepression

Hückeswagen : Triebe gegen die Winterdepression

Die stimmungsaufhellende Wirkung des Johanniskrauts (Hypericum Perforatum) wurde bis heute in vielen Studien getestet. Für die Zeit der Winterdepression kann jetzt ein Vorrat gesammelt werden: Für einen Tee schneiden Sie die oberen blühenden Triebe zirka 15 Zentimeter lang ab und trocknen sie unzerkleinert im Schatten. Zu erkennen ist das "Echte Johanniskraut" an seinem zweikantigen Stängel und der rot-schwarzen Farbe an den Fingern, wenn Sie die Blüten zerreiben. Wenn Sie die Blättchen gegen das Licht halten, sehen sie aus wie mit einer Nadelspitze durchstochen, wie perforiert. Immer mehr Menschen wissen den Wert einer nachmittäglichen Teepause zu schätzen. Sie trägt uns für eine Weile aus der Berufswelt heraus, bringt uns dazu, in der Muße wieder geistige Kräfte zu sammeln. Kräutertees, etwa aus Johanniskraut, in der Zeit von November bis Januar getrunken, verstärken diesen Effekt. Gut zu kombinieren ist es mit Melisse, Salbei, Schafgarbe und/oder Weißdorn. Ein unbekannter Dichter verfasste einen schönen Spruch über das Johanniskraut: "Am Waldrand blüht Johanniskraut, sein Öl heilt jede wunde Haut, sein Tee zieht den, der depressiv, nervös verstimmt, aus seinem Tief, und nimmt das quälende Rundum, der Frau im Klimakterium." sobo

Sonja Borner ist Heilpraktikerin und betreibt die "Hückeswagener Schule für Heilpflanzenkunde", Niederlangenberg.

(RP)