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Tanja Bauer lebt in einem naturnahen Ort nahe der Grenze zu Wipperfürth.

Hückeswagener Orts- und Straßennamen : Sportliche Betätigung in idyllischer Umgebung

Tanja Bauer war auf der Suche nach einem naturnahen Wohnort. In Elberhausen nahe der Grenze zu Wipperfürth ist sie vor zwölf Jahren fündig geworden.

Die Frage dürfte den Anwohnern öfter gestellt werden: Ist Elberhausen, zwischen Heide und dem Bever-Damm gelegen, noch Hückeswagen oder gehört die Siedlung schon zur Nachbarstadt Wipperfürth? Für Tanja Bauer, die dort seit 2008 wohnt, ist das jedoch kein Thema. Im Gegenteil, die 43-jährige Sportlehrerin schätzt die Nähe zu beiden Städten. „Man ist schnell da wie dort – und durch die Nähe zur Fahrradtrasse auch umweltfreundlich auf zwei Rädern. Ich fühle mich auch nicht unbedingt als Wipperfürtherin oder Hückeswagenerin – eher irgendwo dazwischen“, sagt sie lachend.

Elberhausen liegt im Südosten der Schloss-Stadt. Die Siedlung wirkt dabei recht neu, hat dabei aber einen durchaus alten Hintergrund. In Klaus Pampus‘ Sonderband über „Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Städte“ von 1998 findet sich eine entsprechende Eintragung für Elberhausen aus dem Jahr 1450. Dort ist von einem Elbeshusen die Rede, in dem ein gewisser Henricus als sogenannter Wachszinsiger des Kölner St. Apostelstifts genannt ist. Was das ist? „Davon habe ich aber tatsächlich keine Ahnung“, sagt die 43-Jährige lachend.

Sie selbst wohnt seit 2008 in Elberhausen. „Wir waren damals das dritte Haus in unserer Straße, sonst war hier noch nicht viel. Mittlerweile ist die Siedlung auf etwa 25 Häuser angewachsen. Ein paar Grundstücke sind wohl auch noch frei“, sagt Tanja Bauer. Sie sei vor zwölf Jahren auf der Suche nach einem naturnahen Wohnort gewesen. Die 43-Jährige, die vielen Hückeswagenern als sportliche Leiterin der IG Frühschwimmer bekannt ist, liebt nämlich zum einen die Natur, zum anderen eben auch den Sport. „Die Nähe zur Bever ist ein großer Vorteil. Gerade im Sommer ist es toll, am Abend in ein paar Minuten zu Fuß beim Staudamm zu sein, um dort noch einmal ins Wasser zu gehen“, sagt die 43-Jährige. Aber auch andere sportliche Betätigungen bieten sich an. So ist die erwähnte Nähe zur Fahrradtrasse für Zweiradfreunde ein absolutes Plus.

Tanja Bauer lebt in Elberhausen. Foto: Bauer

Aber auch die Tatsache, dass gleich fünf Wanderwege durch Elberhausen oder daran vorbeiführen, dürfte Naturfreunde ansprechen. „Es ist eine für mich perfekte Mischung aus sportlichen Möglichkeiten und Idylle“, sagt die Lehrerin. „Das tut mir einfach sehr gut. Und da ich in Remscheid-Hackenberg arbeite, kann ich auch wunderbar mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.“ Aber auch sonst sei die Ortschaft recht gut angebunden. „Von der nahen K 5 führen mehrere Verbindungsstraßen auch nach Elberhausen – und auch ein Schulbus und der Hückeswagener Bürgerbus fahren hier raus“, sagt Tanja Bauer.

Wer wie die 43-Jährige ein Naturmensch ist, dürfte es in Elberhausen wunderbar finden. Der Blick geht auf weite Felder hinaus, man hat auch eine schöne Aussicht auf den Damm der Bever-Talsperre. „Für mich ist die Bever auch der wohl schönste Ort hier. Ich gehe sehr gerne im Sommer am Abend noch mit einem Glas Sekt oder einem kalten Bier an die Talsperre. Das ist wundervoll“, sagt Tanja Bauer.

Weniger wundervoll seien allerdings die Motorradfahrer, die auch Elberhausen des Öfteren als Abkürzung durchquerten und dabei nicht gerade leise seien. „Manche suchen da wohl einen Schleichweg zur Bever – das kann dann schon ein wenig nerven, wenn es zu viele werden“, sagt die 43-Jährige. Dafür bekomme sie auf der anderen Seite allerdings auch immer wieder tierischen Besuch, wie sie lachend anfügt: „Rehe, Vögel, Marder – die sind immer wieder hier. Und ich habe auch schon mal ein Wildschwein im Garten gesehen“, sagt Tanja Bauer.

Sie sei an ihrem Wohnort einfach nur glücklich. „Ich wohne seit über zehn Jahren hier – und bin megazufrieden.“ Das würde natürlich auch durch die guten nachbarschaftlichen Beziehungen verstärkt. „Wir machen hier viel zusammen, die unmittelbare Nachbarschaft ist schon recht eng“, versichert Tanja Bauer. Einmal im Jahr würde sie die Nachbarn zur Gartenparty einladen. „Und an Weihnachten treffen wir uns alle in meinem Carport zum Glühwein.“