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"Tag des Kusses" 2022: Küssen hält Körper und Geist gesund

„Tag des Kusses“ : Küssen hält Körper und Geist gesund

Busserl, Bussi, Knutscher oder Schmatzer – der Kuss hat viele Namen. Und einen eigenen Ehrentag. Chefarzt Stefan Luther erklärt, was beim Knutschen im Körper passiert.

Seit 1990 wird der internationale Tag des Kusses jährlich am 6. Juli gefeiert, weil mit dem Kuss nicht nur Leidenschaft und Liebe, sondern auch der Spaß daran zelebriert werden soll.

Neben der intimen Verbindung zweier Menschen sorgt der Kuss auch für eine gute Gesundheit. Das erklärt Stefan Luther, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Helios Klinik Wipperfürth. „Küssen kann das Immunsystem stärken und Stress abbauen“, meint der Mediziner. „Viele Wissenschaftler haben erforscht, dass beim Küssen chemische Substanzen (die sogenannten Neuropeptide) produziert werden. Das aktiviert sogenannte Killerzellen, die Bakterien und Viren vernichten.“ Zudem hat ein Kuss positive Auswirkungen auf die Psyche. „Die Zuwendung, die wir durch Küssen und Zärtlichkeiten erfahren, steigern das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden“, sagt Luther.

 Stefan Luther, Ärztlicher Direktor der  Helios-Klinik Wipperfürth.
Stefan Luther, Ärztlicher Direktor der Helios-Klinik Wipperfürth. Foto: Sascha Steinbach / Helios

Der Kuss besteht dabei nicht nur aus der Berührung zweier Lippen. Während dieses Vorgangs passieren verschieden Reaktion im Körper. Zum einen schlägt das Herz schneller, und der Puls steigt. Zum anderen wird der Körper in positiven Stress versetzt, die Durchblutung wird gefördert und strafft sogar die Haut. Alle 34 Gesichtsmuskeln sind an einem Kuss beteiligt, dazu weitere 100 Muskeln im Körper.

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Wer oft küsst, trainiert nebenbei noch seinen Körper. „Bei einem innigen Kuss verbrennen wir bis zu zwölf Kalorien“, erklärt Luther. Und es gibt noch einen positiven Nebeneffekt: „Ein intensiver Kuss schüttet Glückshormone aus, die Stress abbauen. Also kann man sagen, ein Vielküsser tut sich (und seinem Gegenüber) auf jeden Fall etwas Gutes“, sagt der Chefarzt.

Bei allen positiven Seiten des romantischen Vorgangs ist aber auch Vorsicht geboten – beispielsweise, wenn das Gegenüber krank ist. Eine stark erkältete Person zu küssen, sei keine gute Idee, mahnt Luther. „Wie wir wissen, werden Bakterien und Viren übertragen“, sagt er, daher könne sich der Partner oder die Partnerin leicht anstecken.

Wer dagegen gesund ist und in einer Beziehung lebt, dem sei dazu geraten, seinen Partner oder seine Partnerin auf jeden Fall morgens zu küssen. Denn laut einer deutschen Studie aus den 1980er Jahren leben Männer, die ihre Frau knutschen, bevor sie zur Arbeit gehen, im Durchschnitt fünf Jahre länger.

Hier geht es zur Infostrecke: Acht Fakten über das Küssen