Tag der sauberen Bever - Hochzeitskarte aus Brilon gefunden

Tag der sauberen Bever : Müllsammler finden Hochzeitskarte aus Brilon

Beim „Tag der sauberen Bever“ fanden die freiwilligen Helfer wieder einige Kuriositäten. Drei Kubikmeter Abfall wurden entsorgt.

Zufrieden mit sich und ihrer Arbeit konnten die freiwilligen Helfer sein, die sich am Samstag an der Müllsammelaktion „Tag der sauberen Bever“ beteiligt hatten. „Insgesamt sind wieder drei Kubikmeter Müll zusammengekommen“, zog Helmut Selbach vom Wupperverband ein erstes Fazit, Angesichts des schönen Sommers hatten die Organisatoren mit wesentlich mehr Unrat gerechnet, den die Talsperren-Besucher am Ufer regelmäßig zurücklassen. „Wir haben im Rahmen der Ordnungspartnerschaft viel mit den Leuten geredet. Das hat wohl Spuren hinterlassen“, fügte Selbach hinzu.

Am Samstag konnten nicht alle Streckenabschnitte berücksichtigt werden. Nur 25 Helfer waren gekommen um mitzuhelfen. In den vorherigen Jahren waren es auch schon einmal an die 80 Freiwillige. Dennoch war die Aktion effektiv. Gefunden wurden die Klassiker wie Grillschalen, Glasflaschen und zahllose Zigarettenstummel. „Die Raucher können mit ihrer Umwelt wohl noch nicht soviel anfangen“, vermutete Michael Feuerstein von der anliegenden Segler-Vereinigung Wuppertal. Am Seglerheim in Käfernberg trafen sich die fleißigen Helfer nach ihrem Einsatz, um sich mit gesponserten Grillwürstchen und Getränken zu stärken. Mit dabei auch Vera Kahmeier und Stephan Schelle. Vor sechs Jahren verlegte Kahmeier ihren Wohnsitz an die Bever-Talsperre und fand nun die nötige Zeit, um sich an der Aktion zu beteiligen. Für sie war es ein persönliches Anliegen mitzuhelfen. „Ich nutze die Bever-Talsperre ja auch das ganze Jahr“, begründete sie. Ihr schönster Fund war eine Postkarte, die von einer Hochzeitfeier am 31. August in Brilon aus mit dem Luftballon verschickt wurde. „Leider kann man die Adresse nicht mehr ganz entziffern“, bedauerte das Paar. Zu den größeren Funden zählten Autoreifen, ein halbes Verkehrsschild, Schuhe, ein Rasenteppich und ein Fußball. Vor der Radevormwalder DLRG Wache wurde vor Wochen ein altes Surfbrett abgelegt. „Heute war eine günstige Gelegenheit, es zu entsorgen“, sagte DLRG-Mitglied Roger Bohnekaemper. Mitgeholfen hatten auch Frank Wisnewski und Tochter Kate (3). Viele Flaschen und Grillabfälle hat das Gespann mit Zange und Handschuhe aufgelesen. Als Souvenir steckte sich die Dreijährige einen gefundenen Golfball in die Jackentasche.

DLRG-Mitglied und Hauptorganisator André Grutz vermutete die parallelen Veranstaltungen als Grund für die geringe Beteiligung, wie die Stadtfeste in Radevormwald und Wipperfürth. Passenderweise fiel genau auf diesen Tag auch die globale Initiative „World Cleanup Day“, bei der es auch in Deutschland zahlreiche Aktionen auf kommunaler Ebene gab, um Müll im lokalen Umfeld zu sammeln.

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