Rhein-Berg kommt glimpflich davon Rund 50 Sturm-Einsätze in Oberberg

Oberbergischer Kreis · Ein Sturmtief mit viel Wind, Gewitter und Regen ist am Montagabend auch über das Bergische Land gezogen. So sieht die Bilanz der Einsatzkräfte aus.

 Ein Sturmtief zog über NRW (Symbolbild).

Ein Sturmtief zog über NRW (Symbolbild).

Foto: dpa/Markus Klümper

Wie die Leitstelle der Feuerwehr im Oberbergischen Kreis der Redaktion auf Nachfrage mitteilt, gab es rund 50 Einsätze. Davon sechs in Hückeswagen und Radevormwald, fünf in Wipperfürth. Es blieb bei Sachschäden durch umgestürzte Bäume oder Wasserschäden, am meisten betroffen war der Südkreis.

In Hückeswagen musste die Feuerwehr zwischen 17.16 und 18.23 Uhr gleich drei Mal ausrücken, wie Stadtbrandinspektor Karsten Binder auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte. Die Schäden waren eher gering.

Zunächst musste die Löschgruppe Straßweg auf der L68 einen Baum, der auf die Straße und den Gehweg gekippt war, mit Hilfe einer Motorsäge zerteilen und beseitigen. Gleiches galt für einen Baum, der gegen 17.50 Uhr auf die Bevertalstraße in Kleineichen gestürzt war. Hier war der Löschzug Stadt im Einsatz. Der wurde eine halbe Stunde später zur nahen Jung-Stilling-Straße gerufen, wo ein abgebrochener Ast auf ein Auto gefallen war und dieses beschädigt hatte. Die Polizei registrierte zudem ein umgestürztes Motorrad in Radevormwald.

„Verschiedene Wetterdienste warnten bereits am Mittag davor, dass unsere Region am Montagabend der Wind aus West zeitweise Sturmstärke mit Spitzenböen von 70 bis 90 km/h erreichen wird“, teilte Binder mit. Tatsächlich hatte eine kurz nach 17 Uhr durchziehende Windbö mehrere Bäume erfasst. Gegen 19 Uhr waren dann alle Einsatzkräfte wieder an ihren jeweiligen Standort zurückgekehrt.

Der Rheinisch-Bergische Kreis kam halbwegs glimpflich davon: Die Kreispolizei meldet 17 sturmbedingte Einsätze zwischen 17.15 und 21.15 Uhr. Dabei handelte es sich vor allem um abgebrochene Äste, umgekippte Bäume oder Unfälle mit Sachschaden. In Wermelskirchen rückten die Hauptamtliche Wache und alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr aus.

Das Hauptamt sowie der Löschzug 4 (Dabringhausen) entfernten mittels Kettensäge einen in Kump auf der Straße liegenden Baum. Der Löschzug 2 (Tente, Unterstraße) und 3 (Eipringhausen, Dhünn, Halzenberg) wurden zu einem umgestürzten Baum nach Großfrenkhausen alarmiert. Bei Eintreffen war dieser schon von Anwohnern zersägt, somit mussten sich die Helfer nur um die Aufräumarbeiten kümmern.

Der Löschzug 1 (Stadt) wurde zur Weller Straße geschickt, dort lagen zwei Bäume auf der Straße. Während sie zersägt und weggeräumt wurden, drohten zwei weitere Bäume in die Einsatzstelle zu stürzen. Diese wurden daraufhin ebenfalls gefällt. Gegen 18 Uhr beruhigte sich die Lage in Wermelskirchen schnell wieder.

Deutlich mehr zu tun hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Solingen und Remscheid. So ist die Lage in NRW.

(irz/büba)
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