Start des Umbaus des Wipperfürther Marktplatzes

Wochenmarkt wird verlegt : Wipperfürther Marktplatz vor dem Umbau

Der letzte Teil des Umbaus der Wipperfürther Innenstadt steht bevor: die Umgestaltung des Marktplatzes und der Marktstraße. Der Wochenmarkt wird auf den Hausmannsplatz verlegt.

Gerade in den Sommermonaten, wenn die Sonne scheint und es warm ist, hat der Wipperfürther Markt ein fast schon mediterranes Flair. Weswegen er regelmäßig gut besucht ist – auch von vielen Hückeswagenern. Doch für etwa eineinhalb Jahre ist der Wochenmarkt vor dem Rathaus der Hansestadt Geschichte; er fand am vorigen Freitag dort zum vorerst letzten Mal statt. Denn am kommenden Montag beginnt der Umbau des Marktplatzes und der Marktstraße. Der Wochenmarkt findet daher während dieser Zeit auf dem Hausmannsplatz hinter der katholische St.-Nikolaus-Kirche statt, der als Veranstaltungsfläche für den alternativen Weihnachtsmarkt am ersten Advent-Wochenende bekannt ist.

Mit den Kanalbauarbeiten auf dem Marktplatz geht es am 28. August los, bestätigt die Wipperfürther Citymanagerin Mery Kausemann auf Anfrage unserer Redaktion. Weil auf dem Platz auch die Baumaterialien und die Baugeräte gelagert bzw. abgestellt werden, wird nicht nur der Wochenmarkt verlegt, dort kann dann auch nicht mehr geparkt werden.

Nachdem bereits die Untere und die Hochstraße im Zuge des Integrierten Handlungskonzepts (s, Info-Kasten) umgestaltet wurden, geht es nun an das „Filetstück“ der Hansestadt. Der Marktplatz bekommt Freitreppen, es werden neue Bäume gepflanzt, und künftig soll dort auch mehr Raum für die Außengastronomie zur Verfügung stehen. Gibt es doch rings um den Marktplatz mit „Haus am Markt, „Platz 16“, „Penne“, „Brauhaus“, „Hansecafé“ und „Ratskeller“ gleich sechs Lokale. Neben der Barrierefreiheit sei das oberste Ziel des Umbaus die Steigerung der Aufenthaltsqualität, betont Mery Kausemann. Das bedeutet vor allem einen Einschnitt bei den Parkplätzen. Aktuell gibt es noch 35 Stellflächen plus zwei Behindertenparkplätze, nach dem Umbau können auf dem Marktplatz nur noch 21 Fahrzeuge abgestellt werden, und es gibt wieder zwei Behindertenparkplätze geschaffen, Zudem werden Fahrradständer sowie eine Ladestation für E-Bikes installiert. Entfernt wird das Mäuerchen vor dem „Hansecafé“, die drei alten Linden wurden bereits im Frühjahr gefällt.

Doch auch auf dem künftigen Marktplatz wird es Bäume geben, wenn auch keine Linden mehr; auch an der Marktstraße werden neue Bäume gepflanzt. Wie schon Untere und Hochstraße sowie zukünftig der Marktplatz soll auch diese barrierefrei gestaltet werden.

Der Marktplatz wird mit zwölf Zentimeter dicken und zwölf mal 16 Zentimeter großen Natursteinen aus Grauwacke gepflastert. Diese Größe soll den historischen Charakter des Marktplatzes widerspiegeln. Zusätzlich wird aber auch ein Teil des alten Kopfsteinpflasters als Umrandung etwa für Parkflächen und Baumscheiben mit verbaut. Auf dem neugestalteten Marktplatz werden außerdem der historische Brunnen und das Münzschläger-Denkmal aufgestellt sein.

Im Zuge der Barrierefreiheit wird der Übergang zwischen der Evangelischen Kirche und dem Marktplatz künftig niveaugleich sein. In Höhe der Kreissparkasse und vor dem Alten Stadthaus bzw. dem „Platz 16“ wird der Marktplatz über Freitreppen erreichbar sein. Vor allem für dieses Lokal und das „Hansecafé“ bedeutet der Umbau nach dessen Ende deutlich mehr Fläche für die Außengastronomie. Dann wird auch der Wochenmarkt wieder zurückkehren und – zumindest im Sommer – für ein mediterranes Flair in Wipperfürth sorgen.

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