Hückeswagen: Stadtrat gibt einstimmig 275.000 Euro für Schulen frei

Hückeswagen : Stadtrat gibt einstimmig 275.000 Euro für Schulen frei

Die konkrete Planung für den Neubau der Löwengrundschule kann beginnen: Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstag 100.000 Euro freigegeben. Diese Mittel müssen außerordentlich bereitgestellt werden, denn bei der Aufstellung des städtischen Haushaltsplans für 2018 im vorigen Jahr war ein Schulneubau nicht vorgesehen - stattdessen ein Schul-Tausch.

Das änderte sich mit dem Bürger-Entscheid im April. Die Stadt plant für die nächsten Jahre bis 2021 mit einer Investition von 14,8 Millionen Euro in die neue Grundschule.

15,4 Millionen Euro waren ursprünglich eingeplant für den Schultausch, also die räumliche Zusammenlegung von Haupt- und Realschule an der Weststraße. Das ist mit dem Bürgerentscheid vom Tisch. Dennoch muss die Stadt in die Hauptschule investieren - nicht für Neu- und Umbauten, sondern für Sanierung und laufende Unterhaltung des in die Jahre gekommenen Gebäudes. 175.000 Euro sind nötig. Auch dem stimmte der Rat geschlossen zu.

Größere Dachflächen der Hauptschule sind marode, es hat schon durchgeregnet. Dieter Klewinghaus, Leiter des Regionalen Gebäudemanagements, sieht dringenden Handlungsbedarf, betonte er im Rat. Die Folien in den Dächern seien nach Wasserschäden schon mehrfach repariert worden, inzwischen sei das aber nicht mehr möglich, eine grundlegende Sanierung sei unumgänglich. Hinzu komme, dass die Dächer nach heutigen gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichend gedämmt sind. Darüber hinaus müsse mit einem Bauphysiker geklärt werden, ob auch eine Sanierung von Teilen der Fassade notwendig sei, um Bauschäden im Inneren des Gebäudes zu verhindern.

Mittelfristig muss die Stadt außerdem Geld für die Realschule aufbringen. Dazu fasste der Rat noch keinen Beschluss. Notwendig ist aus Sicht der Stadt eine Erneuerung der Zufahrt und des Vorplatzes, denn die Asphaltflächen sind laut Klewinghaus in sehr schlechtem Zustand. Mit Flickarbeiten sei nichts mehr zu machen, die Asphaltdecke müsse grundlegend erneuert werden. Die Kosten sind noch nicht konkret ermittelt, Klewinghaus geht von einem "mittleren fünfstelligen Betrag" aus. Daneben wird sich an und in der Realschule erst mal baulich nichts tun. "Ich sehe da für die nächsten fünf Jahre keinen Bedarf, investiv tätig zu werden", sagte Bürgermeister Dietmar Persian.

Aus Fördertöpfen des Landes oder des Bundes sei für die laufende Unterhaltung der Schulen nicht zu rechnen, sagte Kämmerin Isabel Bever auf Nachfrage der FDP.

Für die Stadt bedeutet dass, das sie die 175.000 Euro für die Sanierung der Hauptschuldächer selbst aufbringen muss, die Mittel für die spätere Sanierung des Realschulvorplatzes ebenfalls.

(bn)
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