Hückeswagen: Stadt-Azubis beenden Ausbildung

Ausbildung abgeschlossen : Stadtverwaltung übernimmt erfolgreiche Azubis

Natalie Getta und Jessica Lindner haben ihre Ausbildung bei der Stadt mit sehr gutem Ergebnis abgeschlossen. Bürgermeister Dietmar Persian freut sich, dass beide auch in Zukunft am Erfolg der Gemeinde mitarbeiten.

Ab sofort dürfen sich Natalie Getta und Jessica Lindner Verwaltungsfachangestellte nennen und haben ihren regulären Dienst für die Stadt Hückeswagen angetreten. Beide absolvierten in den vergangenen drei Jahren ihre Ausbildung in der Stadtverwaltung, die sie nun mit sehr gutem Ergebnis abschlossen.

Bürgermeister Dietmar Persian war schon während der Ausbildungszeit von den beiden jungen Frauen überzeugt. „Man kriegt früh mit, wie jemand arbeitet. Und ob die anderen Abteilungen zufrieden sind“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch Norbert Pätzold, Leiter des Personalbüros, lobt den Einsatz der beiden: „Alle Mitarbeiter freuen sich über den guten Abschluss. Jede Abteilung hätte die beiden sofort genommen.“

Natalie Getta, die zuvor schon eine Ausbildung zur Bankkauffrau abgeschlossen hatte, unterstützt ab sofort das Steueramt. „Ich habe schon immer am liebsten Sachbearbeitung gemacht“, sagt die 26-Jährige. Darum orientierte sich die Hückeswagenerin nach ihrer ersten Ausbildung neu. Im Steueramt bearbeitet sie demnächst Fälle zur Grundsteuer, zu den Abwassergebühren und zur Gewerbesteuer. Je nach dem, wie sich die Berechnungsgrundlage der Gewerbesteuer demnächst verändert, könnte eine Menge Arbeit auf sie zukommen. „In solchen Fällen laufen schon mal die Telefone heiß“, berichtet Pätzold. „Bei den Steuerbescheiden gibt es immer eine Menge Rückfragen.“

Jessica Lindner kommt jeden Tag aus Kierspe nach Hückeswagen. „Bis jetzt habe ich es nicht bereut“, sagt sie lächelnd. Die 22-Jährige kam direkt nach dem Abitur zur Stadt Hückeswagen. „Ich mag den Kontakt zum Bürger und auch, etwas für andere zu machen.“ Ihre nächste Station ist das Regionale Gebäudemanagement. „Hierbei arbeiten Wipperfürth und Hückeswagen zusammen“, erläutert Persian. Jessica Lindner wird sich also mit um die etwa 150 städtischen Gebäude wie Schulen, Wohnungen, Hallenbäder, Turnhallen und Feuerwehren in beiden Städten kümmern. Eine neue Software soll die Wartung erleichtern. „Dafür müssen die technischen Anlagen aber erst in das Programm eingepflegt werden“, sagt die Kiersperin. Dafür sah sie sich schon während ihrer Ausbildung vor Ort um und nahm Maß. „Die meisten technischen Daten liegen in Papierform vor, müssen aber ins System“, erklärt sie. „Am Ende soll zum Beispiel für alle Feuerlöscher auf Knopfdruck ein Wartungsauftrag herausgehen“, betont Persian.

Die Stadt Hückeswagen will auch zukünftig ausbilden und so selbst für Nachwuchs sorgen. „Der Bedarf ist da. Aber es ist gar nicht so einfach, qualifiziertes Personal zu finden“, sagt Pätzold, und der Bürgermeister ergänzt: „Wir konnten in den vergangenen Jahren viele Junge Leute gewinnen“. So soll am 1. August ein neuer Stadtplaner für das integrierte Entwicklungskonzept anfangen. „Er wartet nur noch auf seine Bachelor-Note“, berichtet Pätzold. Auch die zwei Ausbildungsstellen sollen wieder besetzt werden. „Die Fußstapfen für kommende Azubis sind aber sehr groß“, sagt Persian lächelnd.

CHRISTIAN ALBUSTIN

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