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Hückeswagen: Band "Kena's Room" spielt im Kultur-Haus Zach

Kultur in Hückeswagen : Lateinamerikanische Rhythmen zum Frühlingsbeginn

Das Quintett „Kena’s Room“ gastierte am Freitagabend mit brasilianischen Klängen im Kultur-Haus Zach. Dem Publikum gefiel das, was die Musiker um Sängerin Kena Haas auf die Bühne zauberten.

Nicht nur Rhythmus im Blut hatten die fünf Musiker der Gruppe „Kena’s Room“, die am Freitag im Kultur-Haus Zach aufgetreten sind: Das Quintett um Sängerin Kena Haas schaffte es mit lateinamerikanischen Klängen auch, ein bisschen Sommer nach Hückeswagen zu bringen. „Heiße Rhythmen“ waren angesagt, die Musiker transportierten Samba und Bossa Nova. Gleichwohl wusste die Band aber auch mit langsameren Tönen zu überzeugen. Die Klänge waren dabei so warm, wie es der brasilianische Sandstrand ist, was zum einen an der angenehm weichen Stimme der Halbbrasilianerin Kena Haas lag. Zum anderen wurde dieser Eindruck jedoch vom Vibrafonspiel von Wolfgang Haas erweckt.

Es war – im allerbesten Wortsinn – „easy-listening-Musik“, die „Kena‘s Room“ im Kultur-Haus präsentierten. Einfach anzuhören, aber ganz und gar nicht simpel strukturiert. Zuhörer fühlten sich sofort pudelwohl, etwa bei den Bossa-Nova-Klängen von „Água de beber“ oder dem „Summer Samba“. Ein anderes Stück über die brasilianische Variante des alttestamentarischen „Auge um Auge“ war dabei ganz und gar nicht düster, sondern erinnerte mehr an einen frühabendlichen Aufenthalt in einer Strandbar.

Es machte viel Spaß, den Vollblutmusikern bei der Arbeit zuzusehen. Sei es Bassist Jan-Uwe Leisse, der sein Instrument stoisch zupfte. Oder Gitarrist Daniel Goldkuhle, der sowohl auf der akustischen als auch auf der elektrischen Gitarre wundervolle Tonfolgen und Harmonien erklingen ließ. Wolfgang Haas zauberte mal vordergründig, dann wieder unauffällig auf seinem großen Instrument, während Percussionist Martin Esser alle Hände und Füße im Dauereinsatz hatte, den rhythmischen Teppich für seine Mitmusiker bereitete und seine Fähigkeiten als wahrer Schlagzeug-Oktopus beim ausgiebigen Solo in „Mi niña mía“ unter Beweis stellte.

Sehr schön waren auch die kurzweiligen Ansagen der Sängerin: „Zum nächsten Stück durfte ich den Text beisteuern. Aber ich hatte kein Thema, bis ich im Garten den ersten Schmetterling fliegen sah. Da habe ich dann gedacht: Ich bin ein Mädchen, ich darf auch über Schmetterlinge singen.“ Auch wenn man die portugiesischen Texte nicht verstand, unterstützten sie die Musik doch perfekt.

(wow)