Ex-Hückeswagener für Handball-Tor des Jahres nominiert

Handball in Hückeswagen: Michael Romanovs Torwurf ist nominiert für das Handball-Tor des Jahres

Er könnte das Tor des Jahres 2017/2018 erzielt haben, doch wie es sportlich überhaupt weitergeht, weiß Michael Romanov noch nicht. Ärzte haben eine Fehlstellung der Hüftknochen festgestellt.

Freud’ und Leid liegen manchmal nah beieinander. So auch bei Handballspieler Michael Romanov. Im November erzielte der 25-Jährige für den Tus Volmetal das Tor des Monats. Nun ist dieser außergewöhnliche Torwurf von der DKB-Handball-Bundesliga auch zum Tor des Jahres beziehungsweise zum Tor der Saison 2017/2018 nominiert.

Doch wie es für den ehemaligen Hückeswagener, der in seiner Jugend unter anderem für den ATV und die HG Remscheid gespielt hat weitergeht, ist ungewiss. Ärzte haben eine Fehlstellung der Hüftknochen festgestellt, die sich durch die sportliche Belastung extrem abgenutzt haben. Der 25-Jährige musste sich daher einer Operation unterziehen und muss nun mindestens ein Jahr pausieren. Ob das das Ende seiner sportlichen Karriere bedeutet, bleibt abzuwarten.

Seine Mutter, Emma Bullach, weiß, wie viel ihrem Sohn an diesem Sport liegt. „Handball geht für Michael über alles und kommt vor Familie und Freundin“, sagt die Hückeswagenerin. Daher ist es ihr eine Herzensangelegenheit, dass die Leute im Internet für das Tor ihres Sohnes abstimmen. „Es wäre ein schöner Abschluss seiner Karriere“, betont sie. Über Unterstützung bei der Abstimmung würde sich besonders Handballer Michael Romanov selbst freuen, der bereits Rundmails mit dem Link zur Abstimmung an seine Freunde geschickt hat.

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Aufgewachsen ist Michael Romanov im Turnerbund Hückeswagen (TBH), Handball gespielt hat er im ATV, wo er von Martina Gowitzke trainiert wurde und mit der Jugendmannschaft die Niederrhein-Meisterschaft gewann. Später wechselte Romanov zur Handball-Akademie nach Gummersbach. Er war beim Mittelrhein-Oberligisten TuS Derschlag und TV Dünnwald aktiv, spielte in der Oberliga des Bergischen HC II und zwei Jahre in der Schweiz in der zweiten Bundesliga.

Die Diagnose ist ein harter Schicksalsschlag für den jungen Sportler. Zusätzlich zu seiner bislang erfolgreichen Handballer-Laufbahn absolviert der 25-Jährige ein Studium zum Fitnesstrainer in Köln. Eine zweite Operation steht ihm noch bevor. „Man wusste, dass es schlimm ist, aber nicht, dass es so schlimm ist“, sagt seine Mutter traurig.

Bei der Abstimmung steht das Tor Nr. 3 von Michael Romanov derzeit auf dem zweiten Platz. Abgestimmt werden kann noch bis Freitag, 13. Juli 17 Uhr, im Internet unter www.dkb-handball-bundesliga.de/de/s/tor-des-monats/