Vereinsticker: DLRG-Probleme - Brodesser will Land einschalten

Vereinsticker : DLRG-Probleme - Brodesser will Land einschalten

HÜCKESWAGEN (rue) Sechs Tage vor der Bundestagswahl am Sonntag begrüßte die DLRG-Ortsgruppe jetzt den CDU-Bundestagskandidaten für den Oberbergischen Kreis, Dr. Carsten Brodesser. In den Räumen der Wasserrettungsstation sprach er mit dem Vorsitzenden der Hückeswagener Ortsgruppe Adrian Borner und mit Enno Bohmfalk über die Finanzierungsproblematik der DLRG. "Direkt zu Beginn betonte Brodesser, dass er die Ortsgruppe nicht zu Wahlkampfzwecken besucht, sondern um sich tatsächlich mit den Bedürfnissen der DLRG auseinanderzusetzen", berichtet die Pressesprecherin der Ortsgruppe, Kristina Pickhardt.

HÜCKESWAGEN (rue) Sechs Tage vor der Bundestagswahl am Sonntag begrüßte die DLRG-Ortsgruppe jetzt den CDU-Bundestagskandidaten für den Oberbergischen Kreis, Dr. Carsten Brodesser. In den Räumen der Wasserrettungsstation sprach er mit dem Vorsitzenden der Hückeswagener Ortsgruppe Adrian Borner und mit Enno Bohmfalk über die Finanzierungsproblematik der DLRG. "Direkt zu Beginn betonte Brodesser, dass er die Ortsgruppe nicht zu Wahlkampfzwecken besucht, sondern um sich tatsächlich mit den Bedürfnissen der DLRG auseinanderzusetzen", berichtet die Pressesprecherin der Ortsgruppe, Kristina Pickhardt.

Tauschten sich Montagabend intensiv aus: Dr. Carsten Brodesser mit Adrian Borner und Enno Bohmfalk (v.l.). Foto: dlrg

Nachdem Borner über die Aufbaustruktur der DLRG aufgeklärt hatte, wurden Argumente dafür gesammelt, weshalb die DLRG für die Gesellschaft unersetzlich ist. Dies geschah am Beispiel der Ortsgruppe Hückeswagen.

"So ist nicht nur nahezu jedes Wochenende die Wasserrettungsstation an der Bever-Talsperre von qualifiziertem Personal besetzt, vielmehr bringen die Rettungsschwimmer Kindern und auch Erwachsenen das Schwimmen bei, Regatten werden abgesichert, Sachbergungen finden statt, und die Einsatzkräfte der DLRG sind 24 Stunden am Tag von der Leitstelle zu Einsätzen zur Rettung von Menschenleben alarmierbar", berichtet Kristina Pickhardt. Genau bei solchen Einsätzen beginne das eigentliche Problem: Denn die DLRG ist aufgrund von Gesetzeslücken im Gegensatz zu anderen Hilfsorganisationen nicht dazu in der Lage, ihre Einsätze abzurechnen. Während andere Hilfsorganisationen hier finanziell unterstützt werden, ist die DLRG in keinem Gesetz so fest verankert, dass sie Geld erhalten könnte.

Brodesser unterstützt Adrian Borner, indem er vom "schwarzen Peter" spricht, der zwischen vielen Beteiligten rumgereicht werde. Zu den Beteiligten zählen unter anderem die Kommunen, das Land, der Bund, aber auch die Krankenkassen zum Beispiel. Über letztere werden nämlich alle Leistungen am Patienten abgerechnet, die nach der Rettung der DLRG erfolgen, also ab dem Rettungsdienst bis zum Krankenhaus und der weiteren Versorgung.

"So wäre beispielsweise eine Abrechnungspauschale für das Ausrücken der DLRG über die Krankenkasse denkbar. Dies wäre auch insofern argumentierbar, dass den Krankenkassen durch die schnelle und qualifizierte Arbeit der DLRG Folgekosten erspart bleiben", schreibt Kristina Pickhardt.

Brodesser versprach, Argumente hierfür zusammenzuschreiben und diese Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorzulegen und mit ihm darüber zu diskutieren. Ebenso möchte er sich dafür einsetzen, dass das Einsatzfahrzeug der DLRG in Zukunft wieder steuerbefreit fahren darf.

Borner versprach zum Abschluss lachend, dass sich die Politik sicher sein könne, dass er weiterhin nervig sein wird, woraufhin Brodesser erwiderte, dass er das nicht als nervig, sondern als hartnäckig empfinde. "Sie handeln im öffentlichen Interesse und somit auch in meinem", sagte er.

(RP)
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